Eve

Roman
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Buchprofile - Rezension
Spontan entschließt sich die rätselhafte Eve, ihre Zugreise zu verlängern und Hollywood in seiner goldenen Ära kennenzulernen.
Eve könnte selber eine Hollywood-Schönheit werden, doch eine Narbe entstellt ihr Gesicht. Klug und selbstbewusst vermag sie bei einem spontanen Aufenthalt in Beverly Hills neben dem Glamour auch die Gaunereien in der Traumfabrik zu entdecken. Sie findet schnell Bekannte in Insider-Kreisen und freundet sich mit Olivia de Havilland an, Traumpartnerin von Errol Flynn und im Gespräch für die Rolle der Melanie in "Vom Winde verweht". Da tauchen Nacktfotos des stets tugendhaft auftretenden Stars auf. Eve ist da bereits bei Jack Warner unter Vertrag als Tugendwächterin und rechte Hand de Havillands. Mit Hilfe ihrer Reisebekanntschaft, einem Ex-Polizisten, versucht sie, die Quelle der heimlich aufgenommenen Fotos zu enttarnen und kann dabei all ihre Qualitäten ausspielen. – Der mit leichter Hand geschriebene Gesellschaftsroman transformiert sich nun zum unterhaltsamen Krimi, Erfinderisch lässt er eine assoziative Verbindungslinie von seinem Plot zu den "Mee too"-Enthüllungen der Gegenwart entstehen. Amor Towles gelingt mit seinem Hollywood-Roman mehr als das atmosphärische Porträt der Traumfabrik zur großen Zeit der mächtigen Studios. Durch die Augen seiner authentisch wirkenden Charaktere, allesamt Insider, zeichnet er auch die Machtverhältnisse in Hollywood nach. Mit Eve gelingt ihm eine Figur, die sich früh von den typischen Erwartungen an Frauen frei gemacht hat - eine selbstbewusste Kämpferin wider die Machtanmaßungen von Männern. Ein klug unterhaltender Lesespaß, fern der Hollywood-Klischees.
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Artikelbeschreibung

Die legendären dreißiger Jahre in Hollywood - leichtfüßig, witzig und elegant erzählt. "Amor Towles ist ein Meistererzähler." New York Times Book Review Eine umwerfende Gesellschaftssatire vom Autor des Bestsellers "Ein Gentleman in Moskau": Amor Towles erzählt mit augenzwinkernder Eleganz, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach Los Angeles auf. Wenig später wird sie mit der berühmten Olivia de Havilland in den angesagten Lokalen Hollywoods gesehen. Es ist die Zeit, als "Vom Winde verweht" gedreht wird und die Studios sich gegenseitig die Schauspielerinnen abjagen. Die ebenso raffinierte wie rätselhafte Eve gibt kaum etwas von sich preis, verwirrt jeden Möchtegern und Betrüger, der ihr begegnet, bis sie diejenige ist, die zuletzt lacht.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Amor Towles, geboren 1964 in Boston, Massachusetts, studierte in Yale und Stanford. Sein Debüt »Eine Frage der Höflichkeit« erschien 2011. Sein zweiter Roman »Ein Gentleman in Moskau« (2016) stand zwei Jahre auf der Bestsellerliste der »New York Times«, war 2016 Finalist des Kirkus Prize in Fiction & Literature und wurde 2018 für den International Dublin Literary Award nominiert. Seine Werke wurden bislang in über dreißig Sprachen übersetzt. Towles lebt in Manhattan. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. »Lincoln Highway« (2022) und »Eve« (2024). Susanne Höbel, geboren 1953, lebt als freie Übersetzerin in Südengland. Sie wurde vielfach ausgezeichnet. Sie übersetzte u. a. Graham Swift, Nadine Gordimer, John Updike, William Faulkner und A.L. Kennedy.

Pressestimmen

"Amor Towles bleibt augenzwinkernd amüsant ... Alles wirkt wie angetupft, eine leichte Sommerlektüre, die - um am Ort zu bleiben - auch als Drehbuchentwurf Hollywood anpeilen könnte." Jutta Duhm-Heitzmann, WDR 3, 30.07.24 "Amor Towles umkreist seine Figuren und lässt sie im entscheidenden Moment zusammentreffen. Eine großartig konstruierte Geschichte, in der der Autor die Schattenseiten der Traumfabrik beleuchtet." Manuela Reichardt, Deutschlandfunk Lesart, 19.07.24 "Szenische Beobachtungen [und] perfekt getimte, in Melancholie getauchte und mit keckem Witz raffinierte Dialoge. ... Diese Novelle [möchte] man vom ersten Satz an ... förmlich einatmen." Friedrich Reip, Galore, 23.08.24 "Eine Geschichte voller scharfer Kurven, markanter Typen und dem richtigen Maß Action, die einem den schönsten Spätsommer-Lesespaß bereitet." Katharina Teutsch, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 27.09.24 "Ein elegantes (und von Susanne Höbel elegant übersetztes) Prosastück, mit dem Amor Towles seine vielfältigen Fähigkeiten auszuprobieren scheint." Rainer Moritz, NZZ, 29.10.24
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