Eine gute Ehe

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ungarndeutsche schafft nach dem Zweiten Weltkrieg den gesellschaftlichen Aufstieg durch Bildung und Heirat in der jungen Bundesrepublik.
„Aus Ungarn vertrieben, Ehefrau eines angesehenen Arztes geworden, zwei Kinder bekommen. Ist das die Bilanz ihres Lebens?“ Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Ungarndeutsche Anikó, die im Jahr 1946 sechsjährig mit ihren Eltern Ungarn verlassen muss, um in Deutschland eine neue Heimat zu finden. In Rückblenden werden ihre glückliche Kindheit auf einem Bauernhof in Ungarn und die ersten schweren Jahre in Deutschland erzählt. Im zweiten Erzählstrang steht ihr aktuelles Leben als junge Arztgattin mit zwei kleinen Kindern Anfang der 1960er-Jahre im Mittelpunkt. Eigentlich hatte sie sich mehr erhofft, als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Sie hatte bereits ein Lehramtsstudium begonnen, als sie schwanger wurde. Und so wagt sie es nach fast acht Jahren Hausfrauendasein, wieder ins Studium einzusteigen, um den Traum von der eigenständigen Berufstätigkeit zu verwirklichen. Mit Hilfe ihrer Eltern, der unkonventionellen Nachbarin Hilde und der Unterstützung durch ihren Mann gelingt der berufliche Einstieg, was in den biederen 1960er-Jahren nicht selbstverständlich war. – Eine gut geschriebene, fundierte Geschichte um den Zwiespalt von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, das starre Rollenverständnis in der aufstrebenden Bundesrepublik und die ersten Emanzipationsbewegungen. Für den Bereich „Frauenliteratur“ mit historischem Hintergrund sehr gut einstellbar.
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Artikelbeschreibung

Muss eine Frau ihre Träume aufgeben, um eine gute Mutter und Ehefrau zu sein?

Deutschland 1960: Als Margarete ungewollt schwanger wird, bricht sie schweren Herzens ihr Studium ab und nimmt den Heiratsantrag von Lenz an. Denn sie, die als Kind aus Ungarn vertrieben wurde und in Armut aufwuchs, wünscht sich nichts mehr als eine sichere Zukunft. Doch das Muttersein überfordert sie, und bald hat Margarete, mittlerweile Mutter von zwei Mädchen, fast täglich das Gefühl zu versagen. Als sie dann herausfindet, dass Lenz sie betrügt, ist sie am Boden zerstört: Sie liebt ihre Familie, aber muss sie sich dafür wirklich selbst aufgeben?

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