Birdie und ich

Roman | Ausgezeichnet mit dem Luchs der ZEIT und Radio Bremen. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023
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Buchprofile - Rezension
Zwei Geschwister meistern einen Neuanfang mit vielen Hindernissen.
Nach dem Tod ihrer Mutter werden die 12-jährige Jack und ihr 9-jähriger Bruder Birdie von ihren alleinlebenden Onkeln, Carl und Patrick, aufgenommen und müssen deshalb in ein weit entferntes kalifornisches Provinzstädtchen ziehen. Dort fällt es ihnen sehr schwer sich einzugewöhnen, denn zum einen sind beide Onkel zerstritten und unerfahren im Umgang mit Kindern und zum anderen liebt Birdie ein grelles und „mädchenhaftes“ Outfit und stößt damit in der neuen provinziellen Umgebung auf sehr viel Unverständnis und Ablehnung. Erst zum Ende der Geschichte zeigt sich eine Lösung, mit der alle Beteiligten zufrieden sein können. - Die Geschichte ist leicht zu lesen und auch gut zu verstehen. Die jungen Leser/-innen werden mit einer Vielzahl sozialer Probleme konfrontiert, die aber durch den Zusammenhalt und die gegenseitige Verantwortlichkeit der Geschwister bewältigt werden. Insgesamt eine packende Geschichte, die für interessierte, hartnäckige Leser/-innen ab 12 Jahren gerne empfohlen wird.
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Nach dem Tod ihrer Mutter leben Jack und ihr kleiner Bruder Birdie zunächst bei ihrem liebenswerten, aber überaus chaotischen Onkel Patrick, müssen jedoch bald schon wieder umziehen, weil Birdie zu oft in der schule fehlt, Patrick aber nichts dagegen unternimmt. Diesmal geht es zu ihrem anderen Onkel Carl, der mit seiner verschlossenen Art so ziemlich das komplette Gegenteil zu seinem Bruder darstellt. Weil Birdie von einem Mitschüler aufgrund seines bunten Auftretens – er trägt gerne Regenbogen-Leggins, Lipgloss und bunten Lidschatten – gemobbt wird, will Carl das Problem lösen, indem er Birdie „normale“ Kleidung besorgt. Ob sich dadurch alle Probleme auflösen werden? Neben Geschwisterliebe, Freundschaft, Familie, Akzeptanz und Alltagsmagie wird auch das Thema der Transidentität sehr sensibel und kindgerecht angeschnitten.

Vera Lang, Buchberaterin Kinder- und Jugendbuch

Artikelbeschreibung

Ein Dach über dem Kopf ist noch lange kein Zuhause

Jack und ihr kleiner Bruder Birdie sind unglücklich, zu ihrem Onkel Patrick ziehen zu müssen. Er ist das genaue Gegenteil von Onkel Carl, der sie mit Fastfood und Schuleschwänzen verwöhnt hat. Patrick redet nicht gerne und er mag Birdies Lipgloss und glitzernde Kleider gar nicht. Als ein Schultyrann Birdie ins Visier nimmt, entscheidet Patrick, dass Birdie alles Funkelnde und Fabelhafte aufgeben muss. Da weiß Jack, dass sie einen Plan schmieden muss, um ein wenig von der Alltagsmagie, an die ihre verstorbene Mutter geglaubt hat, in ihr neues Leben zu retten. Aber während sie versucht, auf Birdie aufzupassen, wer passt eigentlich auf Jack auf?

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Personeninformation

J. M. M. Nuanez wurde in Kalifornien geboren und wuchs dort auf, lebte aber u. a. in Texas und Korea. Wenn sie nicht liest oder schreibt, kann man sie mit ihrem Mann und Sohn in der Natur finden. 'Birdie und ich' ist ihr Debüt.

Birgitt Kollmann, 1953 in Duisburg geboren, studierte in Heidelberg Englisch, Spanisch und Schwedisch. Sie arbeitete als Übersetzerin im Bereich Entwicklungshilfe, anschließend sechs Jahre in Südamerika und lebt heute als freie Übersetzerin bei Darmstadt. Für die Reihe Hanser übersetzte sie u.a. die Romane von Erin Entrada Kelly, Joyce Carol Oates und Alison McGhee und wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis.

Pressestimmen

Kinder- und Jugendbücher zum Thema Gender Diversity gibt es in wachsender Zahl. Doch kaum eines geht so sensibel und entspannt mit diesem Thema um wie "Birdie und ich". Sylvia Schwab Deutschlandfunk Kultur 20221005

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