Elternhaus

Roman | »Wo Nostalgie aufhört, fängt Ute Manks Erzählkunst an, so nah, so traurig-schön, dass man sich gern darin verliert.« Sandra Lüpkes
22,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Der geplante Verkauf ihres Elternhauses stellt das Verhältnis von Sanne und Petra auf eine existenzielle Probe.
Drei Schwestern stehen im Mittelpunkt von Ute Manks zweitem Roman. Sanne, die Älteste, lebt in räumlicher und emotionaler Nähe zu ihren Eltern, sie hat Mann, Kind und Haus. Ihre Schwester Petra dagegen hat sich von den Eltern früh distanziert. Sie hat Karriere gemacht und will frei sein. Die Jüngste, Gitti, steht irgendwo dazwischen. Als Sanne die immer gebrechlicher werdenden Eltern überredet, aus ihrem Haus auszuziehen, entsteht eine unerwartete Dynamik, besonders bei den beiden älteren Schwestern. Sanne hatte den Umzug der Eltern praktisch allein entschieden. Doch als der Nachbar, ein Immobilienmakler, das Anwesen zum Verkauf stellen will, hat sie kein gutes Gefühl. Sie steigert sich immer mehr in etwas Wahnhaftes hinein. Und als die ahnungslose Petra spontan beim Elternhaus vorbeischauen will, ist sie schockiert vom Maklerschild. Sie bricht durchs Kellerfenster ein, schleicht durch das leere Haus, und legt sich ins gemachte, noch vorhandene Bett im Kinderzimmer. - Die sich abwechselnden kurzen Erzählpassagen werden durch die Perspektive von Sanne und Petra geprägt. In Rückblicken auf ihre Kindheit kommen viele Details aus der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit zur Sprache, Markennamen inklusive. Und das Elternhaus wird zur existenziellen Metapher, auch für ihr Verhältnis zueinander.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Drei Schwestern zwischen Zukunft und Vergangenheit

Ein Thema, das uns alle angeht: Was passiert, wenn unsere Eltern alt werden?

Sanne, die nur ein paar Straßen von ihren Eltern entfernt lebt, bekommt deren Alltag hautnah mit. Immer häufiger muss sie helfen, den Eltern wächst das Haus über den Kopf. Und so beschließt sie, dass die beiden umziehen müssen. Doch sie fällt diese Entscheidung allein, immerhin ist sie die Älteste.

So viel mehr als vier Wände und ein Dach: das Elternhaus.

Als ihre Schwester Petra von den Plänen erfährt, ist sie entsetzt. Wie kann Sanne die Eltern entwurzeln? Wie kann sie alles zerstören, was Sinnbild ihrer gemeinsamen Kindheit ist? Diese Pläne reißen Petra den Boden unter den Füßen weg.

Eine emotionale Reise in die Vergangenheit und ein liebevoller Blick auf die oft schwierige Familie.

Das angespannte Schwesternverhältnis wird auf eine existentielle Probe gestellt. Und auch die Kleinste, Gitti, gerät zwischen die Fronten. Die Geschwister müssen sich die Frage stellen, wann sie sich so unglaublich fremd geworden sind? Und wie es sich anfühlt, plötzlich kein Elternhaus mehr zu haben? Doch sind Wände, Fenster und Türen wirklich so wichtig?

Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Klug beobachtend und mit liebevollem Blick erzählt Ute Mank von alten Eltern, entfremdeten Schwestern und von einem Haus, das so viel mehr ist als vier Wände und ein Dach.

»Wo Nostalgie aufhört, fängt Ute Manks Erzählkunst an, so nah, so traurig-schön, dass man sich gern darin verliert.« Sandra Lüpkes

Produktsicherheit

Hersteller: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Anschrift: Tumblingerstraße 21
DE-80337 München
Kontakt: produktsicherheit@dtv.de

Personeninformation

Ute Mank wurde in Marburg geboren. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, lernte einen Gesundheitsberuf, studierte Erziehungswissenschaften und promovierte später nebenberuflich. Ihr erster Roman 'Wildtriebe' erschien 2021 und war für den Klaus-Michael-Kühne-Preis nominiert. Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen.

Pressestimmen

Wie erbittert die Heldinnen streiten, schildert Ute Mank eindringlich (...) und findet dabei klare, wohltuend schnörkellose Worte für dieses hochemotionale Thema. DONNA 20230901
Mehr von Mank, Ute

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.