Schwebende Lasten

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025
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Buchprofile - Rezension
Über das Leben einer Frau, die vor dem Zweiten Weltkrieg als Floristin und später in der DDR als Kranfahrerin arbeitete.
Der Autorin gelingt es, anhand eines einzelnen Frauenschicksals wichtige Ereignisse des 20. Jh. zu dokumentieren. Sie schreibt dabei so mitreißend und lebensnah, dass man fast meint, selbst vor Ort gewesen zu sein. Dabei ist die Biografie der in Magdeburg lebenden Floristin und späteren Kranfahrerin Hanna Krause gar nicht so außergewöhnlich. Sie steht vielmehr stellvertretend für all diejenigen, die in den schweren Kriegsjahren und später unter der SED-Herrschaft in der DDR einfach nur versucht haben, ihre Familie durchzubringen und den Alltag zu meistern. Hanna erleidet gleich mehrere schwere Schicksalsschläge (diese Passagen gehen sehr unter die Haut) und doch gibt es immer wieder humorvolle und poetische Elemente, die den besonderen Reiz dieses Romans ausmachen. – Der Titel ist sehr gut gewählt, denn er versinnbildlicht die leichten Momente, das Künstlerische und die Liebe zu den Blumen, durch die Hanna die schweren Lasten ihres Lebens erst zu tragen vermag. Und gleichzeitig spielt er natürlich auf die für eine Frau im 20. Jh. recht ungewöhnliche Tätigkeit als Kranfahrerin an, bei der – wie im Leben auch – die ständige Gefahr mitschwingt, dass man die Kontrolle über die zu jonglierenden Einheiten verliert. Insgesamt ein wundervolles literarisches Meisterwerk! (Nominiert für den Deutschen Buchpreis)
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Artikelbeschreibung

"Ein grandioser Roman, von schlichter Schönheit und zutiefst ergreifend." Julia Schoch <BR> <BR>Nicht weniger als ein ganzes Leben erzählt Annett Gröschner mit der Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause mit einer Wucht und Poesie, wie sie nur dort entstehen können, wo die Literatur wirklichkeitssatt ist. <BR> <BR>Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert. <BR> <BR> - Von der Autorin des SPIEGELBestsellers "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" - Vielfach ausgezeichnete Autorin - Mainzer Stadtschreiberin 2025: Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz - Eine der wichtigsten Stimmen ihrer Generation

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Kein Buch für mich
Annett Gröschner erzählt in "Schwebende Lasten" das Leben von Hanna, die 1913 in Magdeburg geboren wurde und dort (bis auf eine gewisse Zeit in Berlin) ihr gesamtes Leben verbringt. Einen Steckbrief ihres Lebens kann man schon dem Klappentext entnehmen, was mein Interesse eher schmälerte als mehrte.

Sie erlebt zwei Kriege und hatte mit ihrem Mann Karl sechs Kinder, die mehrfachen Abtreibungen nicht mit eingerechnet. Sie heirateten, weil das erste Kind sich auf den Weg machte.

Hanna ist eine Frau, die immer weiter macht. Das ganze Buch über wurde ich mir ihr nicht warm. Die Autorin lässt sie unpersönlich und unnahbar. Die Dialoge weckten in mir keine Emotion, viele Szenen kaufte ich ihr nicht ab. Ich habe immer wieder überlegt, das Buch abzubrechen. Es traf meinen Geschmack nicht, auch das Cover finde ich persönlich unpassend.