Zuschauer in der ersten Reihe

Erinnerungen
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Bayern im Buch-Rezension
Ein Leben für die Familientradition, aber in persönlicher Freiheit.
Herzog Franz von Bayern (geb. 14.07.1933), "Familienchef" des Hauses Wittelsbach, eines der ältesten Adelsgeschlechter Europas, das in Bayern von 1180 bis 1918 regierte, erzählt in diesem sehr persönlichen Erinnerungsbuch - entstanden aus Gesprächen mit der Historikerin Marita Krauss - seine Lebensgeschichte (untermalt mit interessanten Fotos, die zugleich eine Zeitreise durch die letzten neun Jahrzehnte ist. Als Gegner der Nationalsozialisten durchlaufen die Wittelsbacher schwierige Zeiten und auch Franz' Eltern müssen mit den Kindern nach Ungarn fliehen, von wo sie ins KZ Sachsenhausen und anschließend ins KZ Flossenbürg gebracht werden. Nach einem kurzen Aufenthalt im KZ Dachau wird die Familie in Tirol festgehalten, ehe sie sich mit Hilfe eines US-Offiziers nach Leutstetten durchschlagen kann. Ehrlich und offen schildert Herzog Franz diese belastende Zeit aus seinem persönlichen Erinnern, verschweigt nicht die schrecklichen Eindrücke und Bilder, lässt aber auch Raum für Schönes im Alltag der Familie. Die enorme Aufbruchsstimmung und ungeahnte neue Chancen erfassen nach Schule und Studium auch den jungen Franz. In seinen Schilderungen spürt man noch heute, wie enthusiastisch er das vielfältige kulturelle Leben in München genießt und sich immer bewusster der zeitgenössischen Kunst zuwendet. Nach Aufenthalten in New York und intensiven Begegnungen mit namhaften Künstlern sieht er seine Aufgabe in der Förderung moderner Kunst und im gezielten Sammeln bedeutender Werke, die er in Museen und Ausstellungen einbringt. Neben diesem großen Engagement und dem breiten Einsatz für soziale Projekte erfüllt er - immer gelassener, aber stets seiner Verantwortung bewusst - in seiner den Menschen zugewandten Art, in ehrlicher Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit und Offenheit (lange Beziehung zu seinem Lebenspartner) viele repräsentative Aufgaben, die er als demokratisch denkender Staatsbürger mit dem Wissen um seine besondere Familientradition erfüllt. Absolut lesenswert!
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Artikelbeschreibung

DER GENTLEMAN AUS NYMPHENBURG - DAS UNGEWÖHNLICHE LEBEN DES HERZOGS FRANZ VON BAYERN <BR> <BR> Unter dem Tresen eines Jazzkellers hätte man Herzog Franz von Bayern weniger erwartet als zum Tee mit Queen Elizabeth. Und man würde ihn eher im Austausch mit Größen der Politik und Kirche vermuten als im Kreise internationaler Fachleute für Moderne Kunst. Aber der Gentleman aus Nymphenburg hat nie Wert darauf gelegt, starren Vorerwartungen zu entsprechen. In seinen Erinnerungen zieht ein Jahrhundertleben vorüber - eine Kindheit im Exil und in Konzentrationslagern, Erfahrungen in Bayern und Deutschland nach dem Krieg, Zeiten hoher Verantwortung, außergewöhnliche Begegnungen, private Momente, Begeisterung für die Natur und welthistorische Augenblicke.<BR><BR>Eine Kindheit, die alles andere als königlich ist: Wenige Jahre nach der Geburt Franz von Bayerns (1933) muss die Familie ins Exil nach Ungarn gehen. Doch 1944 werden die Wittelsbacher verhaftet und mit ihren Kindern in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau gebracht. Nach Kriegsende registriert Franz mit der feinen Sensibilität eines Jugendlichen, was eine aus den Fugen geratene Welt mit den Menschen in seiner Umgebung macht und er beginnt, sich seinen ganz eigenen Weg ins Leben zu bahnen. Genaue Beobachtungsgabe, Weltgewandtheit und feiner Humor machen die Erinnerungen des Chefs des Hauses Wittelsbach zu einem Lesevergnügen. Wie in einem sehr persönlich gerahmten Spiegel ziehen darin fast 90 Jahre Leben vorüber: die Schulzeit ebenso wie Augenblicke der Weltgeschichte, Erfahrungen unter dem Tresen eines Jazzkellers ebenso wie das Zusammentreffen mit Regierungschefs (mit denen sich der Protagonist auch mal unbemerkt von den Bodyguards in ein Bräuhaus zurückzieht), Betriebsausflüge mit der 'Gewerkschaft' des europäischen Adels, Begeisterung für die Natur und für Bayern, leidenschaftliche Rendezvous mit Moderner Kunst, kulturpolitische Auseinandersetzungen, die heftig werden, private Momente und stets das Bewusstsein der Verantwortung für das Haus Wittelsbach in der Mitte der Gesellschaft. <BR><BR> - 90. Geburtstag am 14. Juli 2023 - Ein herzoglicher Kunstliebhaber blickt auf 90 Jahre Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur - Ein besonnener Zeitgenosse und überzeugter Demokrat erzählt sein Leben

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Pressestimmen

„Spannende Einblicke in das Leben des Herzogs.“
BUNTE, Isabell Becker

„Franz von Bayerns Memoiren stoßen auf immenses Interesse … interessant ist es allemal, was Franz von Bayern zu erzählen hat.“
Süddeutsche Zeitung, Susanne Hermanski

„Die Memoiren des Wittelsbachers Franz von Bayern stecken voller märchenhafter Kunst-Begegnungen."
Monopol, Silke Hohmann

„Nun veröffentlicht er seine Autobiografie, in der er voll Wärme und Humor von seinem Leben erzählt.“
Monsieur

„Ein großartiges neues Buch“
SALON

„Wunderbar gelungen: Der mit den unterschiedlichsten, aberwitzigsten Anekdoten gespickte Erinnerungsband liest sich flott und so kurzweilig, als ob man bei Herzog Franz zum Tee säße und ihn von früher erzählen hört.“
Tageszeitung, Ulrike Frick

„Franz von Bayern blickt auf ein langes Leben im Dienst der Familie und des Landes zurück. … Der königliche Herzog ist ein nicht wegzudenkendes Bindeglied zwischen der Geschichte seines Hauses und dem gegenwärtigen Freistaat.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Hannes Hintermeier

„Ein kluges Buch über einen weisen Mann.“
BR Habe die Ehre!, Hermine Kaiser

„Franz von Bayern ist ein ehrliches und überzeugendes Buch gelungen.“
Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Florian G. Mildenberger

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