Gewittergäste

Novelle
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Buchprofile - Rezension
Bei einem sommerlichen Abendessen unter Freunden kommen Ost-West-Konflikte in ungeahnter Eskalation zur Sprache.
Jenny und Friedrich, in Ostdeutschland wohnende Westdeutsche, erwarten mit ihren heranwachsenden Söhnen Gäste: Friedrichs Jugendfreundin hat sich überraschend angemeldet und trifft bei den Gastgebern auf ein fanatisch ostdeutsches Arbeitskollegenehepaar von Jenny. Das wiederauflebende Knistern bei Friedrich und die unversöhnlichen Ost-West-Dispute mit den Arbeitskollegen sind die inneren Konfliktlinien. Die äußeren Konflikte dokumentieren sich in der Hitze, dem niederprasselnden und beschädigenden Unwetter sowie einem ehemaligen Sowjetsoldaten und dem vom Blitz getroffenen US-Militärhubschrauber. Während die Erwachsenen in ihren Themen gefangen sind, liegt es bei den Söhnen, durch Nachfragen und Statements zu entlasten. - Petersdorff bietet einen Text mit hohem sprachlichem Tempo und allen Charakteristika einer Novelle entsprechend. Sehr empfohlen!
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Artikelbeschreibung

WEST-ÖSTLICHE SEELENLAGEN

Was ein harmonisches Abendessen werden sollte, läuft völlig aus dem Ruder: Jenny und Friedrich, aus dem Westen stammend, im Osten lebend, haben Bekannte aus Brandenburg eingeladen. Mit einer überraschend explosiven Mischung aus schwülem Wetter, kratzbürstigen Gästen und lärmenden NATO-Hubschraubern hinterlässt dieser Abend bei jedem seine Spuren.
Es soll ein anregender, harmonischer Abend werden. Jenny und Friedrich, ein Ehepaar mittleren Alters aus Westdeutschland, das seit einem Jahrzehnt mit den beiden Söhnen in Ostdeutschland lebt, haben Arbeitskollegen Jennys, Rolf und Beate aus Brandenburg, zum Essen eingeladen. Außerdem hat sich Tine, eine ehemalige Freundin Friedrichs, angekündigt. Aber nicht nur das Wetter - ein schweres Gewitter zieht auf - sorgt für erhebliche Unruhe. In der Nähe findet eine NATO-Übung statt und ein ehemaliger Sowjetsoldat, der einem Kameraden nachtrauert, soll sich hier herumtreiben. Vom ersten Moment an bringen Rolf und Beate insbesondere Jenny aus der Fasson und Friedrich in Verlegenheit, sarkastisch, gekränkt, angriffslustig. Noch immer unverstandene west-östliche Seelenlagen brechen sich Bahn, die attraktive Tine, plötzliche Besucher und das tobende Gewitter sorgen für zusätzliche Spannung, und dann gerät auch noch ein Kampfhubschrauber ins Trudeln

  • Kurzweilig, amüsant, fesselnd und unterhaltsam die neue Novelle von Dirk von Petersdorff ist so abgründig wie aktuell.
  • Ein Abendessen voller Spannungen und ein abstürzender Kampfhubschrauber
  • Komisch, fesselnd, unterhaltsam Dirk von Petersdorffs Novelle

Produktsicherheit

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Personeninformation

Dirk von Petersdorff, geboren 1966, lebt in Jena, wo er an der Friedrich-Schiller-Universität lehrt. Er veröffentlichte u.a. Essays, die Erzählung "Lebensanfang" (2007), den Roman "Wie bin ich denn hierhergekommen" (2018) und mehrere Gedichtbände, zuletzt "Sirenenpop" (2014) und "Unsere Spiele enden nicht" (2021). Er erhielt u.a. den Kleist-Preis und den Preis der LiteraTour Nord. Er ist auch Herausgeber des "C.H.Beck Gedichtekalenders".

Pressestimmen

„Dirk von Petersdorff ist ein meisterhafter Stimmungsmacher. … ‚Gewittergäste‘ ist eine virtuos durchkomponierte Erzählung, die den sprachlichen Sound der Jugendlichen genauso einfängt wie die Zornessprache der vermeintlich Zukurzgekommenen“ Süddeutsche Zeitung, Hilmar Klute

„Eine Sommerlektüre, die gnadenlos ausstellt, wie es um das Deutschland der Doppelhausbesitzer am Ende der Ära Merkel steht. Geistreich bis zum Zucken des finalen Gedankenblitzes.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Christian Metz

„Dirk von Petersdorff erzählt abgründig und präzis.“
NZZ am Sonntag, Manfred Papst

„Dirk von Petersdorff erzählt wie auf Zehenspitzen. Ganz vornehm, ganz leise. Und trotzdem: Da blitzt Witz auf!"
WDR 4 Buchtipps, Elke Heidenreich

„Das kann ja heiter werden: ... Über dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung brechen sich noch immer unverstandene west-östliche Seelenlagen Bahn. ... Es wird am Ende nicht nur heiter, sondern auch gruselig."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Rainer Hank

„Dirk von Petersdorff erzählt sein literarisches Kammerspiel als Novelle, auf gerade mal 124 Seiten."
BR 24, Buchtipp der Woche, Sabine Zaplin

„Oft komisch und vor allem sehr schräg“
Deutschlandfunk Kultur, Rainer Moritz

„Dirk von Petersdorff gelingt mit seiner Novelle ‚Gewittergäste‘ ein Bravourstück des konzentrierten Erzählens"
Neue Württembergische Zeitung, Georg Leisten

„Klug komponierte, rasant erzählte und spannend zu lesende Erzählung. … Der gegenwärtige europäischen Ost-West-Konflikt und der Krieg in der Ukraine verleihen dieser lesenswerten Novelle zusätzliche Aktualität.“
Rheinische Post, Ronald Schneider
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