Zuhause in der Welt

Erinnerungen
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Buchprofile - Rezension
Kindheit und Jugend des Nobelpreisträgers im Indien der 30er und 40er Jahre.
Geboren 1933 wächst der junge Amartya, dessen Name unsterblich bedeutet, in einem gebildeten Elternhaus auf. Er besucht die von Rabindranath Tagore gegründete Reformschule und genießt den Unterricht im Freien. Schon früh wird er sensibilisiert für die aufkeimenden Konflikte zwischen Hindus und Muslimen sowie die prekäre Situation der unteren Schichten, woraus sein späteres Interesse für Ökonomie entsteht. Mehr als von seinem Privatleben erzählt Sen über die historischen Gegebenheiten und Entwicklungen auf dem indischen Subkontinent der ersten Hälfte des 20. Jh. und gibt dadurch Einblick in die Entstehung der Konflikte zwischen Hindus und Muslimen, die schließlich zur Abspaltung von Pakistan und später Bangladesh führten. Nach Studien in Indien geht er zuerst nach England, schließlich wird er Professor in Harvard und kann von sich sagen, dass er in der ganzen Welt zu Hause ist. - Besonders historisch interessierten Leser/-innen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

ERINNERUNGEN EINES KOSMOPOLITEN AMARTYA SEN ERZÄHLT SEIN LEBEN <BR> <BR>Indien in den dreißiger und vierziger Jahren: Ein ziemlich intelligenter Junge beobachtet hellwach alles, was um ihn herum geschieht: die Tiere im Dschungel ebenso wie die bedrohlichen Spannungen zwischen Hindus und Muslimen, die nichts Gutes für die Zukunft verheißen. Atmosphärisch dicht schildert Amartya Sen seine Kindheit und Jugend im heutigen Bangladesch und nimmt uns mit in die Abenddämmerung der britischen Kolonialherrschaft. Von dort führt der Bogen dieser wunderbaren Erinnerungen nach Cambridge und hinaus in die Welt, zu Menschen und Orten, die Sen inspiriert haben. Ein Weltbürger und Humanist par excellence erzählt sein Leben und zeigt, warum "Zuhause" weit mehr sein kann als nur der Ort, an dem wir geboren wurden. <BR> <BR> Amartya Sen wäre nicht Amartya Sen, wenn er nicht auch in seinen Memoiren eine Botschaft bereithielte: Es gibt nicht nur die eine Identität, und es gibt nicht nur ein Zuhause. Wir sind aus vielen Erfahrungen und Eigenschaften zusammengesetzt, und dieser Reichtum ist ein Schatz, den wir mit anderen teilen können. Ob Sen mit John Maynard Keynes diskutiert oder mit einer Zufallsbekanntschaft auf einer Rheinfahrt, überall sieht er mit immergleicher Neugierde und Offenheit das, was er noch lernen kann, würdigt Argumente oder resümiert mit Meisterhand die kompliziertesten philosophischen Fragen so, dass auch ein Laie sie versteht. Anders als viele Erinnerungen berühmter Männer ist sein Buch keine Galerie der Celebrities, sondern etwas anderes: eine animierende Schule des Sehens, des Mit-Denkens und Engagements und nicht zuletzt auch eine Schule jener schwierigsten aller Künste der heiteren und gelassenen Lebenskunst. <BR><BR> - Die lang erwartete Autobiographie des Nobelpreisträgers und Trägers des Friedenspreises des deutschen Buchhandels - Wenige haben mit geistiger Arbeit so viel Gutes bewirkt wie Amartya Sen <BR>

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