Die Marschallin

Roman
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Buchprofile - Rezension
Familienromanbiografie über eine starke Frau in unruhigen Zeiten.
Die Autorin erzählt in ihrem biografischen Roman die Geschichte ihrer Großmutter Zora und deren Folgen bis in die Gegenwart. Slowenien zur Zeit des Ersten Weltkriegs: Zora lernt ihren Ehemann, einen Professor für Radiologie, kennen und zieht mit ihm ins italienische Bari. Obwohl sie in gehobenen bürgerlichen Verhältnissen leben, sind sie Anhänger des Kommunismus und kämpfen gegen das Regime Mussolinis. Zora ist gleichzeitig eine glühende Anhängerin Titos, und sie und ihr Mann unterstützen dessen Kampf, ja retten sogar dessen Leben. Dann kommt es 1948 zu einem politisch bedingten Mord, der das gesamte Familienleben nachhaltig beeinträchtigt. Der zweite, kürzere Teil des Romans, der 1980 spielt, besteht aus dem desillusionierten, verbitterten Rückblick der alten Zora, die nach Slowenien zurückgekehrt ist, während ihr dementer Ehemann in einem Pflegeheim in Bari lebt. Zora macht den Mord, der eher unglücklich passiert ist, als Grund aus dafür, dass das Schicksal der Familie sich so negativ weiterentwickelt hat. - Zora del Buono vermag fesselnd und authentisch zu erzählen. Ihr Roman ist nicht nur die Geschichte einer Familie, sie erzählt damit gleichzeitig das Schicksal einer ganzen Epoche.
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Gabriele Hafner empfiehlt:

Mein Buch diese Woche bietet mit der Geschichte einer ungewöhnlichen Frau einen Zeitraffer-Blick in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die „Marschallin“ navigiert ihre große Familie zielsicher durch schwierige Zeiten, unbeirrbar – ihr Wille zählt und ihr Herz schlägt links. „Man hat diese Frau gefürchtet und bewundert, viele haben sie verehrt. Ich habe sie einfach nur geliebt“, sagt ihre jüngste Enkelin über sie. Zora del Buono trägt den Namen ihrer Großmutter und ist zugleich die Autorin des Familienromans. Ein turbulentes Leben an der Seite eines gefragten Radiologen schildert sie: Luxus und politisches Engagement auf Seiten der Kommunisten, tätige Nächstenliebe und Manipulation passen bei dieser Frau durchaus zusammen. Begegnungen mit Personen der Zeitgeschichte sind mit eingeschlossen. Ein ziemlich lebenspraller Roman voller Schwung, genau richtig für Zeiten mit pandemiebedingtem Stillstand.

Artikelbeschreibung

DAS SCHILLERNDE PORTRÄT EINER MÄCHTIGEN FRAU IN MÖRDERISCHEN ZEITEN <BR> <BR>Zora del Buono hat von ihrer Großmutter nicht nur den Vornamen geerbt, sondern auch ein Familienverhängnis, denn die alte Zora war in einen Raubmord verwickelt. Diese Geschichte und ihre Folgen bis heute erzählt dieser große Familienroman. <BR> <BR>Die Slowenin Zora lernt ihren späteren Ehemann, den Radiologieprofessor Pietro Del Buono, am Ende des Ersten Weltkriegs kennen. Sie folgt ihm nach Bari in Süditalien, wo sie, beide überzeugte Kommunisten, ein großbürgerliches und doch politisch engagiertes Leben im Widerstand gegen den Faschismus Mussolinis führen. Zora ist herrisch, eindrucksvoll, temperamentvoll und begabt, eine Bewunderin Josip Broz Titos, dem sie Waffen zu liefern versucht und dem ihr Mann das Leben rettet. Sie will mehr sein, als sie kann, und drückt doch allen in ihrer Umgebung ihren Stempel auf. Ihr Leben und das Leben ihrer Familie, ihrer Kinder und Enkelkinder, vollziehen sich in einer Zeit der Kriege und der Gewalt, erbitterter territorialer und ideologischer Kämpfe, die unsere Welt bis heute prägen. In einem grandiosen Schlussmonolog erzählt die alte Zora Del Buono ihre Geschichte zu Ende, eine Geschichte der Liebe, der Kämpfe, des Hasses und des Verrats. 'Die Marschallin' ist ein farbiger, lebenspraller Roman über eine unvergessliche Frau und ein tragisches Familienschicksal. <BR> - Ein farbiger Familienroman über eine starke Frau, politische Kämpfe und ein großes Verhängnis<BR> - Eine Zeit der Kriege und der Gewalt, der Liebe und des Verrats<BR>

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Anschrift: Wilhelmstraße 9
München
DE
Kontakt: produktsicherheit@beck.de

Pressestimmen

"Das alles wird mit vielen interessanten Figuren in einem großen Spannungsbogen erzählt, ohne Pathos oder Sentimentalität, dafür aber mit einem unterschwelligen Humor, der für die Menschenliebe der Autorin spricht.“
Die ZEIT - Was wir lesen, Petra Gerster, heute-Moderatorin

"Den besten deutschsprachigen Roman des Herbstes hat die Schweizerin Zora del Buono geschrieben, einen reichen, abenteuerfrohen, lebenswahren Aktivistinnenroman.“
SPIEGEL, Volker Weidermann

"Atemberaubend.“
Süddeutsche Zeitung, Fritz Göttler

"Ein süffig und stilsicher erzählter Roman.“
Neue Züricher Zeitung, Rainer Moritz

"Ein großer Wurf. (…) Mit all seinen Figuren und Schauplätzen ist ‚Die Marschallin‘ ein großes Lesevergnügen, so temperament- und grauenvoll, wie es das vergangene Jahrhundert vielleicht wirklich war.“
Die ZEIT, Eva Menasse

"Del Buonos Buch ist so, wie Literatur sein soll: überraschend, nicht vorhersehbar, geduldig dabei, detailprall, abgründig, tiefsinnig, nicht moralisierend und frei von Klischees. Was del Buono macht, ist Kunst.“
Die Weltwoche, Michael Maar

"Ein wundervoller, aktueller Roman. In das Leben dieser Frau hat sich Weltgeschichte eingeschrieben.“
SRF 52 Beste Bücher, Felix Münger

"Dass der Roman stilistisch (zudem) ein unerhörtes Vergnügen ist, ohne jede Phrase oder Prätention, macht ihn zu einem doppelten glücklichen Sonderfall.“
Spiegel Online, Elke Schmitter

"Präzise gezeichnete Miniaturen, die sich zu einem lebensprallen Panorama verbinden.“
Gießener Anzeiger, Heidrun Helwig

"Detailgenau, vielschichtig und raffiniert. Bei Netflix würde „Die Marschallin“ unter „Filme mit starken Frauen“ einsortiert werden.“
Die Tageszeitung, Doris Akrap

"Eine brillante Erzählarchitektin.“
Schweiz am Wochenende, Julia Stephan

"Eine spannende Geschichtslektion.“
Blick, Daniel Arnet

"‘Die Marschallin‘ setzt nicht nur einer faszinierenden, widersprüchlichen Figur ein Denkmal, sondern lässt eine ganze Epoche erstehen, und wir bewegen uns staunend durch eine Welt, in der Multikulturalität zum ganz selbstverständlichen Alltag gehörte.“
Neue Zürcher Zeitung, Manfred Papst

"Del Buono steht eine Sprache zu Gebote, deren Präzision in Poesie umschlägt."
Richard Kämmerlings, Die Welt

"Einen lebenssatteren Roman mit interessanteren Figuren kann man derzeit kaum finden." Elke Heidenreich, Kölner Stadtanzeiger

"Ein Jahrhundertroman.“
SPIEGEL Online, Elke Heidenreich

"Die Stärke des Buches ist, dass alle Figuren so lebendig und vital sind, als wäre die Autorin dabei gewesen.“
SRF Literaturclub, Nicola Steiner
"Große Familiensaga.“
SonntagsBlick, Daniel Arnet

"Zora del Buonos ‚Die Marschallin‘ ist der interessanteste Roman des deutschsprachigen Herbstes.“ SPIEGEL Online
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