Kosakenberg

Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine junge Frau verlässt ihr Dorf im Osten Deutschlands, um in London Karriere zu machen.
Kathleen ist die Karriereleiter hochgestiegen: Kindheit in einem kleinen Dorf in der ehemaligen DDR, Abitur, dann nach der Wende direkt zum Studium nach Berlin, und jetzt eine Stelle als Grafikdesignerin in London. Doch so einfach, wie sie es sich vorgestellt hat, geht die Abnabelung vom Elternhaus nicht vonstatten. Sie hat immer nur weg gewollt aus Kosakenberg. Das pulsierende Leben in London gefällt ihr. Doch als die Mutter das alte Haus an eine ehemalige Schulfreundin verkauft, spürt Kathleen einen unerklärlichen Schmerz. Wo ist denn fortan ihr Zuhause, ihre Heimat? Ein Päckchen mit Eiern aus Kosakenberg lässt sie über das Leben in der dörflichen Gemeinschaft nachdenken. Was ist davon nach der Wende übriggeblieben? - Bereits das Debüt der Journalistin Rennefatz „Eisenkinder: Die stille Wut der Wendegeneration“ hat vor gut zehn Jahren viel Beachtung erfahren. In ihrem neuen Roman schreibt sie nicht nur über die Diskrepanz zwischen Dorf und Weltstadt, sondern stellt allgemein die Frage nach unseren Wurzeln. Wie viel Heimat tragen wir in uns, wenn wir unseren Geburtsort verlassen? Gerne empfohlen!
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Artikelbeschreibung

Was ist Heimat und wie lässt man die Provinz hinter sich, davon erzählt Sabine Rennefanz voller Ironie und Melancholie

Kathleen hat es geschafft. Sie ist erfolgreich, redegewandt, attraktiv. Seit Jahren lebt sie als Grafikerin in London. Woher sie kommt, hat sie hinter sich gelassen. Zumindest glaubt sie das. Doch die Besuche bei ihrer Mutter im brandenburgischen Kosakenberg konfrontieren sie mit einer Welt, der sie in den neunziger Jahren zu entkommen versuchte und die nun eine ungeahnte Kraft entfaltet. Mit starken Bildern führt Sabine Rennefanz in ein Dorf im Osten des Landes, in dem fast nur Männer geblieben sind und die wenigen Frauen, die nicht das Weite gesucht haben, mit Eiern handeln, von der Liebe träumen und über die reden, die weggegangen sind. 

»Sabine Rennefanz erzählt davon, wie es ist, wenn man auf der Reise zwischen alter und neuer Heimat sich selbst nicht nur findet, sondern sich auch verlorengeht. Ein sehr berührendes, kluges und nachdenklich machendes Buch.« 
Jenny Erpenbeck

Produktsicherheit

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Personeninformation

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Journalistin u. a. für Der Spiegel und Tagesspiegel. Sie war langjährige Redakteurin der Berliner Zeitung und wurde für ihre Reportagen und Essays mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. 2013 erschien ihr Bestseller "Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration". 2015 folgte der Roman "Die Mutter meiner Mutter", 2019 "Mutter to go. Zwischen Baby und Beruf" und 2022 "Frauen und Kinder zuletzt. Wie Krisen gesellschaftliche Gerechtigkeit herausfordern". Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Pressestimmen

»Sabine Rennefanz gelingt es in ihrem Roman eindrücklich und in klarer Sprache, die Probleme der ostdeutschen Provinz in der Nachwendezeit zu veranschaulichen« Elbe-Jeetzel-Zeitung 20260423
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