So weit weg

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Buchprofile - Rezension
Die Angst um seine einzige Tochter Bethany treibt Rhys Kinnick aus seinem selbst gewählten Exil zurück in das Amerika des Jahres 2024.
"Der Damm war siebeneinhalb Jahre zuvor gebrochen, im Jahr 2016, in Grants Pass, Oregon, genau vierzig Minuten vor dem Thanksgiving Dinner, als Rhys Kinnick erkannte, dass es in dieser lächerlichen Welt keinen Platz mehr für ihn gab." (S. 12). Es sollte ein letzter Versuch zu einem friedlichen Familienfest sein ... "Keine Politik und keine religiösen Themen!", hatten seine Tochter Bethany und seine Ex-Frau Celia verlangt – aber wie soll man die Ruhe bewahren, wenn sein Schwiegersohn "Shithead" Shane, ein strahlendes Beispiel für "christlich-nationalistisches Geschwafel", keine Ruhe gibt? So kommt es, dass sich Kinnick als Einsiedler in das Häuschen seines Großvaters zurückzieht – in den Wäldern von Spokane. Und jetzt, nach siebeneinhalb Jahren stehen seine Enkel vor der Tür und bitten ihn um Hilfe – ihre Mutter Bethany sei verschwunden. Also macht sich Kinnick auf. Aus dem Wald, in die vermeintliche Zivilisation des Jahres 2024. – Wow! Was für ein groß-artiges Buch – was für ein großartiger Autor und Geschichtenerzähler. Wortgewandt, mit Witz und genauem Blick auf die Bewohner und das Geschehen der letzten Jahre in einem Land, das er von Herzen liebt – aber nicht mehr versteht. Ein wirkliches Lesevergnügen und für alle Bestände gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Sieben Jahre ist es jetzt her, dass Rhys Kinnick genug hatte. Als hätten die Wahlen 2016 nicht gereicht, ihm die Verrottung der USA vor Augen zu führen, war da auch noch sein Schwiegersohn Shithead Shane, ein strahlendes Beispiel für rechtskonservatives, christliches Geschwurbel. Seine Ehe hatte Rhys damals längst an die Wand gefahren, seinen Job bei der Spokesman-Review verloren. Nach einem Eklat an Thanksgiving im Kreise der Familie - wem wäre bei Shanes Dummschwätzerei nicht die Hand ausgerutscht? - setzte sich Rhys ins Auto, warf das Handy aus dem Fenster und zog sich in ein Häuschen im Wald zurück, wo er seither lebt, liest und an seiner Komposttoilette herumbastelt. Und dann stehen plötzlich zwei Kinder vor seiner Tür, die er beinahe nicht wiedererkannt hätte: seine Enkel Asher und Leah. Ihre Mom - seine einzige Tochter - sei verschwunden, berichten sie. Schwebt Bethany in Gefahr? Hätte Rhys das Fiasko verhindern können, wenn er sich nicht im Wald verschanzt hätte? Und: Kann er es wieder geradebiegen?

Produktsicherheit

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Personeninformation

Jess Walter, geboren 1965, arbeitete zunächst als Journalist für Newsweek, The Washington Post und die SpokesmanReview. Bekanntheit erlangte er 1995 durch sein Sachbuch Every Knee Shall Bow. Sein erster Roman folgte 2001. Für Citizen Vince erhielt Walter 2006 den Edgar Allan Poe Award, im selben Jahr stand The Zero auf der Shortlist des National Book Award. Barack Obama setzte Walters Kurzgeschichtensammlung We Live in Water auf seine Liste der besten Bücher, die er 2019 gelesen hatte. Walters Werke wurden in vierunddreißig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in seinem Elternhaus in Spokane, Washington. JONATHAN COTT ist Autor zahlreicher Bücher, veroffentlichte u.a. Interviewbande mit Glenn Gould, Henry Miller und über John Lennon und Yoko Ono. Er ist redaktioneller Mitarbeiter des Rolling Stone und lebt in New York.

Pressestimmen

»Ein warmer, witziger, liebevoller Roman ... Ein echtes amerikanisches Original.« Ann Patchett

»Jess Walter gehört zu meinen amerikanischen Lieblingsautoren.« Nick Hornby

»Ein turbulenter Roadtrip durch ein turbulentes Amerika.« The Washington Post

»Jess Walter ist ein versierter Gesellschaftskritiker. Er hat seinem Protagonisten offensichtlich all die Empörung und Trauer verliehen, die er selbst angesichts des düsteren Kurses unserer Welt empfindet ... Wenn es in diesen rauen Zeiten Hoffnung gibt, dann liegt sie in unserer Verbundenheit miteinander ...Oder in Romanen wie diesem.« Los Angeles Times

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