Nachteule

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Buchprofile - Rezension
Nachts sind alle Katzen grau.
Luisa, 15, als Baby aus Peru von einem gutsituierten deutschen Ehepaar adoptiert, hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann nachts sehen. Deshalb geht sie auch gern im Dunkeln im nahegelegenen Wald spazieren und beobachtet die Tiere. Als sie dort auf den obdachlosen Tim trifft, der an ihre Hilfsbereitschaft appelliert, wird sie in sein Geflecht aus Lügen hineingezogen. Obwohl sie merkt, dass er sie ausnutzt und rücksichtslos seinen kriminellen Machenschaften nachgeht, unterstützt sie ihn, weil sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Ihre Eltern haben ihre eigenen Probleme und nehmen die Nöte ihrer Tochter kaum wahr. – Wenn eine 90-jährige Schriftstellerin eine pubertierende Außenseiterin zur Ich-Erzählerin macht, kann einiges schiefgehen. Aber mit Sinn für erstaunliche Wendungen in der Handlung, trockenem Humor und Einfühlungsvermögen kriegt Ingrid Noll professionell gerade mal so die Kurve und legt ein weiteres Buch über verborgene Verbrechen in gutbürgerlichem Milieu vor, über das sich ihre Lesergemeinde sicher freuen wird. Mit Nachfrage ist zu rechnen.
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Artikelbeschreibung

Luisa, 15, als Baby aus Peru adoptiert, wächst behütet in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen. Als sie im nahen Wald einen jungen Obdachlosen entdeckt, schließt sie ihn ins Herz. Tim lässt sich von ihr versorgen und sogar verstecken, denn er hat allen Grund, unsichtbar zu bleiben. Durch Luisas Gabe wird sie zur Komplizin und gerät in ein Netz aus Lügen und Verbrechen, das sich immer enger zuzieht.

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Personeninformation

Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Großmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt zu Bestsellern wurden. 2005 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Ehrenpreis für ihr Gesamtwerk. Im Februar 2025 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Pressestimmen

»Die Grande Dame des raffinierten Verbrechens beherrscht das Metier wie niemand sonst.« Dagmar Kaindl / Buchkultur Buchkultur
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