Die Partie seines Lebens

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Buchprofile - Rezension
Spiellust und Sucht: Trevis‘ Roman über die Billardzocklerlegende Fast Eddie.
Eddie Felson ist gut. Richtig gut. Sein Stellungsspiel ist messerscharf, seine Bälle sind haarfein geschnitten, seine Stöße perfekt. Im amerikanischen Poolbillard-Business ist Fast Eddie eine bekannte Größe. Doch er ist ein Zocker, hält sich für den Besten, egal, gegen wen er antritt und ob er gewinnt. Aus dieser Extremlage hat der amerikanische Autor Walter Tevis einen hochgradig spannenden Roman gemacht. „Hustler“, 1959 erschienen, ist zweimal mit Paul Newman verfilmt worden und liegt nun in einer geschmeidigen Übersetzung ins Deutsche vor (von pociao und Roberto de Hollanda). Der deutsche Titel greift etwas zu kurz, denn „Die Partie seines Lebens“ nimmt zunächst nur ein Kapitel, nämlich das sechste, ein. Da fordert Fast Eddie den legendären Minnesota Fats heraus, von dem es heißt, er könne die Zahlen von den Bällen schießen. Zuerst verliert er gnadenlos, dann gewinnt er die Oberhand und macht unglaubliche Breaks, hat über Nacht 18.000 Dollar in der Tasche – und verspielt dann alles, taub für die Einreden seines Freundes Charlie. Er gerät an den halbseidenen Manager Bert und geht mit ihm einen Pakt ein. Wie verteufelt der ist, merkt Eddie spät. Zu spät? Das lässt der Roman offen. Denn in einem furiosen Finale, in dem Eddie erneut gegen Minnesota Fats antritt, zeigen sich auch Berts Grenzen. Eine Kollision von zwei Zockern, die auf Gedeih und Verderb voneinander abhängen: Wer spielt mit wem? Was ist stärker: Charakter oder Spieltalent? Und wo bleibt das private Leben, das Eddie mit der alkoholabhängigen Studentin Sarah führt? - Ein faszinierender Roman über Spiellust und Leidenschaft, eine Geschichte über Erfolgssucht und Selbstmitleid, eine Parabel von verschleuderten Talenten.
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Artikelbeschreibung

Auf den ersten Blick könnte man Fast Eddie Felson für einen mittelmäßigen Billardspieler mit einem ehrlichen Lächeln und locker sitzender Brieftasche halten. Liegen aber die großen Scheine auf dem Tisch, zeigt Eddie sein ganzes Können und zockt seine Gegner gnadenlos ab. Doch die Chicagoer Billardlegende Minnesota Fats ist ein anderes Kaliber. Fast Eddie riskiert mehr als nur sein Geld und geht einen Pakt ein, um das Spiel seines Lebens zu spielen.

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Personeninformation

Walter Tevis (1928-1984) war ein amerikanischer Schriftsteller. Nachdem er als junger Mann im Zweiten Weltkrieg im Pazifik gedient hatte, studierte er Literatur an der University of Kentucky und arbeitete lange Jahre als Lehrer und Universitätsdozent, ehe er freier Schriftsteller wurde. Von seinen Romanen wurden mehrere hochkarätig verfilmt ('Die Haie der Großstadt' mit Paul Newman, 'Die Farbe des Geldes' mit Tom Cruise, 'Der Mann, der vom Himmel fiel' mit David Bowie und neu als Serie mit Chiwetel Ejiofor). Seit dem weltweiten Erfolg der Netflixserie 'Das Damengambit' mit Anya Taylor-Joy wird sein Werk wiederentdeckt.
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