
Artikelbeschreibung
Als Didier Eribons Betrachtungen zur Schwulenfrage 1999 in Frankreich erschienen, wurde das als Ereignis gefeiert. Schnell etablierte sich das Buch als Klassiker und Gründungsdokument der Queer Studies. Eribon legt darin eine neue Analyse der Bildung von Minderheitenidentitäten vor, an deren Anfang die Beleidigung steht. Es geht um die Macht der Sprache und der Stigmatisierung, um die Gewalt verletzender Worte im Rahmen einer allgemeinen Theorie der Gesellschaft und der Mechanismen ihrer Reproduktion. In der brillanten Verknüpfung von Soziologie, Kultur- und Literaturgeschichte sowie Philosophie bietet dieses große Buch Werkzeuge für all jene, die über Differenz und Emanzipation nachdenken wollen.
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Personeninformation
Didier Eribon, geboren 1953, ist ein französischer Soziologe und Philosoph. Seine Bücher Rückkehr nach Reims und Eine Arbeiterin. Leben, Alter und Sterben wurden zu Bestsellern, Michel Foucault. Eine Biographie zum Standardwerk. 2024 wurde er mit dem Prix de l'Académie de Berlin ausgezeichnet, 2026 erhielt er den Soul of Stonewall Award des CSD Berlin.
Bernd Schwibs, geboren 1945, ist nach Stationen an der Fondation Maison des Sciences de l'Homme, beim Suhrkamp Verlag, bei den Zeitschriften Psyche und Westend jetzt freier Übersetzer.
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