
Artikelbeschreibung
In der Diskussion über Demokratie, Partizipation und Mitbestimmung stehen in der Regel die Möglichkeiten zur Artikulation und das Stimmrecht im Mittelpunkt. Ob Vorschläge und Forderungen in der politischen Öffentlichkeit, den Medien oder staatlichen Institutionen tatsächlich Gehör finden, bleibt dagegen häufig unterbelichtet. Gleichwohl ist unverkennbar, dass Mitsprache und Teilhabe nicht nur durch die Verweigerung von Beteiligungsrechten blockiert werden. Auch wenn Formen direkter Zensur, Rede- und Schreibverbote und die Verfolgung oppositioneller Stimmen keineswegs der Vergangenheit angehören, so ist doch nicht zu übersehen, dass der lange unterschätzte Aspekt des »Zuhörens« als Thema der »Politics of Listening« auch international an Bedeutung gewinnt. Der Band richtet sein Augenmerk insbesondere auf solche Praktiken politischer Kommunikation, die Forderungen nach wirklicher Mitsprache und Partizipation auch jenseits von Zensur und »Silencing« blockieren bzw. ins Leere laufen lassen.Mit Beiträgen von Evangelia Kelperi, Hermann Kocyba, Maria Kontos, Chantal Magnin, Peter Münte, Minna Ruokonen-Engler, Christiane Schnell, Christoph Schwarz
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| Hersteller: | Bertz + Fischer Verlag |
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Franz-Mehring-Platz 1 DE-10243 Berlin |
| Kontakt: | mail@bertz-fischer.de |
Personeninformation
Hermann Kocyba studierte Philosophie und Soziologie, es folgten Lehrtätigkeiten, unter anderem in Frankfurt am Main und Hamburg. Er arbeitete als Übersetzer (Foucault, Deleuze) und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung. Thematisch befasst er sich mit Philosophie und kritischer Theorie, Wirtschaftsdemokratie und Demokratieproblemen in Europäischen Institutionen.
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