
Artikelbeschreibung
Der westliche Feminismus und westliche Vorstellungen von Weiblichkeit lassen sich nicht ohne Weiteres auf den indischen Kontext übertragen. Da sich mein Kapitel mit dem indischen Feminismus befasst, möchte ich in diesem Kapitel die Vorstellungen des indischen Feminismus und die Werke indischer Schriftstellerinnen hervorheben. Mit dem Aufkommen einer neuen Welle des Feminismus weltweit entstand auch eine neue Generation indischer Feministinnen. Immer mehr hochgebildete und berufstätige indische Frauen sind in Bereichen wie Politik, Wirtschaft und wissenschaftliche Forschung in die Öffentlichkeit getreten. Zeitgenössische indische Feministinnen kämpfen für individuelle Autonomie, politische Rechte, soziale Freiheit, wirtschaftliche Unabhängigkeit, Toleranz, Zusammenarbeit, Gewaltfreiheit und Vielfalt, Abtreibung und reproduktive Rechte, Scheidung, gleiche Bezahlung, Bildung, Mutterschaftsurlaub, Stillen sowie für ein Ende von häuslicher Gewalt, Geschlechterstereotypen, Diskriminierung, Sexismus, Objektivierung und Prostitution. Medha Patkar, Madhu Kishwar und Brinda Karat sind einige der feministischen Sozialarbeiterinnen und Politikerinnen, die sich für die Rechte der Frauen im unabhängigen Indien einsetzen.
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Personeninformation
Eine Wissenschaftlerin für englische Literatur hat sich mit feministischen Schriftstellerinnen und Diaspora-Schriftstellerinnen beschäftigt und promovierte an der Universität Lucknow in Indien mit einer vergleichenden Studie über Bharati Mukherjee und Manju Kapur. Sie ist Autorin einer Reihe von Artikeln über vergleichende Literaturwissenschaft und postkoloniales Schreiben. Seit acht Jahren unterrichtet die Autorin außerdem Englisch in Bachelor-Studiengängen.
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