Tesla oder die Vollendung der Kreise

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein junger kroatischer Auswanderer lernt in Amerika Nikola Tesla kennen.
Anton Matijaca verlässt 1905 als Siebzehnjähriger das österreichisch-ungarische Kroatien, um sich in Amerika eine neue Zukunft aufzubauen. Er schafft es, sich in New York zu integrieren, studiert sogar Medizin und bringt es mit neuen, für damalige Verhältnisse revolutionären Methoden als Hausarzt in Chicago zu Wohlstand. Anton ist absolut fasziniert von den sich gerade entwickelnden technischen Möglichkeiten, die die Medizin verändern. Das führt ihn zu Nikola Tesla, einem Serben, der in New York fantastische Erfindungen macht, sich dabei aber immer wieder verzettelt und sich deshalb kaum zu vermarkten vermag. Als schrulliger Einzelgänger lebt er in einem New Yorker Hotel. Anton und Tesla verbindet schon bald eine tiefe Freundschaft, bei der Tesla dem Arzt Papiere zur Aufbewahrung überlässt, in denen er seine Ideen und Pläne für elektronische Waffen in einem technisierten Krieg beschreibt. 1919 klingen sie wie Science-Fiction, heute jedoch sind sie Realität. Doch weil die Eltern alt und krank sind, kehrt Anton nach Kroatien zurück. Der 2. Weltkrieg überrollt den Balkan und der Arzt überlebt nur mit sehr viel Glück diese Zeit. Während Tesla im Westen fast vollständig vergessen wird, ist ihm in Belgrad ein Museum gewidmet. - Ein interessanter Roman, der über die Person Antons Geschichte lebendig werden lässt und daneben das etwas skurrile Leben des glücklosen Erfinders Tesla wieder in Erinnerung ruft. Empfehlenswert für alle Büchereien!
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Artikelbeschreibung

Nikola Tesla, Erfinder zwischen Genie und Wahnsinn, mit serbischen Wurzeln im heutigen Kroatien geboren, schillernde Figur im Gesellschaftsleben New Yorks um 1900, war schon zu Lebzeiten legendär. Einer seiner Bewunderer ist der junge Anton aus Zadar, der nach politischen Umtrieben gegen den österreichischen Kaiser von der Schule fliegt und mit zehn Dollar in der Tasche nach Amerika auswandert. Dort fasst er schnell Fuß, lernt Englisch, arbeitet als Dolmetscher im anatomischen Museum eines deutschen  Arztes am Broadway und studiert schließlich Medizin. Er trifft den alten, vereinsamten, wunderlich gewordenen Tesla, sein Idol, und wird ihm in langen Gesprächen über dessen Leben und Gott und die Welt zum Freund. Doch dann erreicht Anton eine Nachricht aus Europa: Er soll zurückkehren, um sich um seine alten Eltern zu kümmern. Also macht er sich wieder auf, mit Frau und Kindern, in die Armut verwahrloster Dörfer im Hinterland Dalmatiens kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Zum Abschied vertraut ihm Tesla die Pläne zu einer 'Friedenswaffe' an, und er bittet ihn, nach einem verschollenen Porträt zu suchen, das erst 2006 wieder auftauchen wird.

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