Die Pinguinforscherin

Mein Alltag am Ende der Welt
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Buchprofile - Rezension
Forschungsbericht über das Leben der Adélie-Pinguine auf der Ross-Insel in der Antarktis und den gravierenden Einfluss des Klimawandels.
In der Antarktis zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark, nicht nur durch die erhöhten Temperaturen, sondern auch durch den Rückgang der Gletscher. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Tierwelt, insbesondere die Pinguine. Zur genaueren Erforschung der Umstände konnte sich die kanadische Zoologin auf einen Forschungsaufenthalt auf die Ross-Insel in der Antarktis begeben. In der rauen, eisigen und von eintönigem Weiß geprägten Landschaft erforschte sie das Leben der Adélie-Pinguine, die Aufzucht der Jungen, die Suche nach Nahrung einerseits und den Schutz vor Bedrohung andererseits. Besondere Probleme gibt es durch die abschmelzenden Eisschilde, die eine Verlegung der Nester nötig machen. Bei allem wurde ihr klar, wie wichtig die Wissenschaft zum Schutz und zur Bewahrung der Natur ist. Gleichzeitig erlebte die Autorin auch eine Art persönlicher Transformation, die Verbindung zur Natur wurde tiefer, Erinnerungen mussten verarbeitet werden und sie wurde in ungeahnter Weise mit sich selbst konfrontiert. Am Ende des Buches führt sie zehn Dinge auf, „die ich vermissen werde“. Dazu gehören „Die bleiche Schönheit einer monochromen Welt“ und „Die Einsamkeit … die reinste von allen“. Gerade die Erfahrungen mit der eigenen Persönlichkeit sind es, die dieses Buch auszeichnen und es zu weit mehr als einem Forschungsbericht machen. So kann dieses Buch nicht nur naturwissenschaftlich interessierten Lesern empfohlen werden.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Die kanadische Zoologin engagiert sich leidenschaftlich für den Schutz gefährdeter Wildtiere und arbeitete auf einer Forschungsstation in der Antarktis. Ihr autobiografisches Buch ist das aufrüttelnde Ergebnis ihrer Studien über das Leben der Adélie-Pinguine auf der Ross-Insel unter dem verheerenden Einfluss des Klimawandels und bietet dabei vielmehr als nüchterne, besorgniserregende Fakten. Blight schreibt auf faszinierende, ja liebevolle Weise über das Leben der flugunfähigen Vögel, die ihr so sehr ans Herz gewachsen sind. Die Suche nach Nahrung, die Aufzucht des Nachwuchses und die notwendige Anpassung an besorgniserregende Lebensumstände beeindrucken die Wissenschaftlerin immer wieder aufs Neue, Die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier ist aber nicht nur Ergebnis ihres beruflichen Engagements, Louise Blight profitiert auch persönlich davon. Wenn sie am Ende auflistet, was sie von ihrer Zeit am Ende der Welt vermissen wird, sind es die Dinge, die ihr im Vorfeld Angst gemacht haben: die Einsamkeit und die bleiche Schönheit einer Welt ohne Farben. Ein fabelhaftes Beispiel, wie Wissenschaft, Naturerlebnis und spirituelle Erfahrungen Hand in Hand gehen und Fakten literarisch erlebbar gemacht werden können.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Tief in der eisigen Abgeschiedenheit der Antarktis arbeitet die Naturschutzbiologin Louise Blight in einer kleinen Forschungsstation - umgeben von Schnee, Stille und unzähligen Pinguinen. Zwischen Kälte und Wind und der endlosen Weite beobachtet sie das Verhalten der Tiere: wie sie im Schneetreiben brüten, unbeholfen über das Eis watscheln, wie ihre schwarzen Knopfaugen ruhig in die Welt blicken. Mit feinem Gespür erzählt Blight vom Leben am Rand der Welt: von langen Tagen voller Forschung, unerwarteten Begegnungen und stillen Momenten mit Tieren, die ihr ans Herz gewachsen sind. Ihre Geschichten zeigen, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Natur sein kann - und wie heilend sie wirkt.

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