Generation Anspruch

Arbeit ist nicht alles - und das ist auch gut so. Generation Z, Arbeitsmoral, Work-life-balance, Burnout, 4-Tage-Woche, Job mit Sinn, Arbeitszeitmodelle
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Buchprofile - Rezension
Leidenschaftliches Manifest für eine neue Einstellung zur Arbeit im Kontext von Fachkräftemangel und Klimawandel.
Der dreißigjährige Autor, studierter Sozialwissenschaftler und Journalist, ist selbst Teil der Generation Y. Der Untertitel „Arbeit ist nicht alles und das ist auch gut so“ gibt die Arbeitshypothese seines sachlich informativen und unterhaltsamen Buches vor. Zunächst wird die Generation Anspruch vehement verteidigt: Es gehe nicht um Faulheit oder das Bestreben, Freizeitweltmeister zu werden. Vielmehr werde endlich ernstgenommen, was offensichtlich sei: Das Leben ist mehr als Arbeit, Sinnfindung liege nicht in der Wertschöpfung allein und Pflicht solle nicht das vorrangige Handlungsprinzip sein. Junge Menschen könnten sich im Kontext des Fachkräftemangels ihre Berufe sowie die Rahmenbedingungen vom Gehalt bis zur Zeiteinteilung so frei wählen wie nie. Der Gewinn ist Lebensqualität, die sich in besserer Gesundheit und mehr Freiräumen für die Familie zeigt. Statt sich im Job zu verzehren und ein hohes Sterberisiko nach dem Renteneintritt zu riskieren, plädiert Gutensohn für mehr Effektivität und Flexibilität, mehr Gleichberechtigung und Kollaboration, mehr Sinnfindung und gesellschaftlichen Mehrwert. Der Leser gewinnt im Laufe der Lektüre tatsächlich mehr Verständnis für die Generation Anspruch. Dennoch bleiben Fragen: Welche finanziellen und wirtschaftlichen Folgen hat diese veränderte Einstellung zur Arbeit für den Staatshaushalt, die Sozialleistungen sowie insbesondere unsere Rentenversicherung? Lassen sich neue und zusätzliche Herausforderungen am Arbeitsmarkt wie z.B. in Pflege, Bildung bewältigen? Dieses aktuelle Buch ist ein ehrlicher und markanter Beitrag für eine gesellschaftliche Diskussion, die mit Empathie und Kompromissbereitschaft geführt werden sollte, um Menschen auch in der Arbeit nicht gegeneinander aufzubringen, sondern zusammenzuführen.
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Artikelbeschreibung

Ich bin 30 Jahre alt und Teil der Generation Anspruch, die Arbeit radikal hinterfragt. Wir können uns das leisten: Wenn die Babyboomer in den nächsten Jahren in Rente gehen, fehlen Deutschland mehr als sieben Millionen Arbeitskräfte. Nach drei Jahren Pandemie, mitten in der Klimakrise, blicken wir anders in die Zukunft. Wir wollen nicht, dass die Arbeit bestimmt, wer wir sind. Wir wollen eine gesetzliche Viertagewoche, Sabbaticals, Elternzeiten und echte Feierabende. Und Arbeit, die Sinn ergibt. Ich habe miterlebt, wie meine Mutter sich als Pflegerin kaputtgearbeitet hat. Das kann nicht unser Ziel sein!Ja, wir sind die Generation Anspruch. Und unser Anspruch ist gerechtfertigt. Es ist nicht vermessen zu fordern, dass Arbeit Menschen glücklich macht. Arbeit, die krank macht, gehört abgeschafft. Und Bullshit-Jobs, die eine Maschine erledigen kann, soll kein Mensch machen. Das ist die Zukunft der Arbeit, und diese Zukunft ist sehr bald.

Produktsicherheit

Hersteller: Oekom
Anschrift: Goethestr. 28
DE-80336 München
Kontakt: burk@oekom.de

Personeninformation

David Gutensohn ist Teil der Generation Y. Der studierte Sozialwissenschaftler und Absolvent der Deutschen Journalistenschule begeistert sich für seine Arbeit als Journalist bei ZEIT ONLINE - und macht sie trotzdem ohne Selbstaufgabe. 2021 veröffentlichte er das Buch »Pflege in der Krise - Applaus ist nicht genug« und wurde unter die Top 30 jungen Journalistinnen und Journalisten gewählt. 2022 wurde er mit dem Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus ausgezeichnet. Gutensohn tritt regelmäßig als Moderator, Dozent und Experte auf.

Pressestimmen

»Ein Buch, das ich allen über 40 wärmstens empfehle, um Generationenkonflikte zu vermeiden und Verständnis füreinander entwickeln zu können.« Karin Senft, Bücher Pustet »Definitiv lesenswert, um ein nachhaltiges Verständnis aufzubauen und eine weiterführende Debatte in der Gesellschaft anzuregen!« Mark Jungbluth, Alliteratus »Der Autor bringt auf den Punkt, was in den nächsten Jahren zwischen den Generationen ausgehandelt werden muss.« Charlotte Schmitz, Personalführung »Gutensohn weitet den Blick, sein Buch erfrischt den 9 to 5-Alltag, und es ist nicht nur etwas für Jobeinsteiger.« Manuela Tomic, Die Furche »Dieses aktuelle Buch ist ein ehrlicher und markanter Beitrag für eine gesellschaftliche Diskussion, die mit Empathie und Kompromissbereitschaft geführt werden sollte, um Menschen auch in der Arbeit nicht gegeneinander aufzubringen, sondern zusammenzuführen.« Thomas Gottfried, Buchprofile
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