
Artikelbeschreibung
1924 betritt Sergej Eisenstein zum ersten Mal einen Schneideraum. In Russland fehlt es an allem: an Drehbüchern, Regisseuren, vor allem aber an Filmmaterial. Stattdessen kauft man im Ausland. Hauptlieferant der Träume in Zelluloid sind Deutschland und die USA, aber diese Filme müssen erst »sowjetisiert« werden. Eisenstein beherrscht diese höchst anspruchsvolle Kunst bald wie kein Zweiter. Er weiß um die Mittel des Films: Was gezeigt wird, wird geglaubt und damit zur Wahrheit. Er schafft furchtbare Propagandafilme - und zugleich Meisterwerke von Weltrang. Doch sein ganzes Leben lang leidet er an einer inneren Zerrissenheit. - Gusel Jachinas literarische Biografie ist ein gründlich recherchiertes Panorama der Zeit, eine faszinierende Charakterstudie und eine augenöffnende Lektüre über das Verhältnis von Kunst und Macht.
»Gusel Jachina ist eine der bedeutendsten Autorinnen der russischen Gegenwartsliteratur.« Ljudmila Ulitzkaja
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Personeninformation
Pressestimmen
»Eine Tour de Force durch ein wahnwitziges Leben und Arbeiten.« Konrad Holzer, BuchKultur
»Romanbiografie mit sarkastischem Witz.« Enno Stahl, Deutschlandfunk
»Zeitpanorama und Psychogramm« GONG
»Eine wortgewaltige, mitreißend und leidenschaftlich geschriebene Biografie des russischen Filmregisseurs Sergej Eisenstein. Von expressionistischen Überhöhungen, ungelöster Mutterbindung bis zur Filmgeschichte - ein 'Sahnestück' für Historiker, Cineasten und Freunde herausragender Literatur. Wie Massenpsychosen und Propaganda funktionieren wird hier mit betörender stilistischer Eleganz vorgeführt.« Annemarie Stoltenberg
»Ein abgründiges und hochspannendes Buch über eine ambivalente Künstlergestalt.« Kirstin Breitenfellner, Falter
»Ihr Roman wagt den Spagat, sowohl Psychogramm als auch Dokumentation zu sein, sowohl tragische als auch humorvolle Töne zusammenzubringen.« CulturMag
»Gusel Jachina ist mit ihrem neuen Roman ein großer Wurf gelungen, der nicht nur eine der großen Gestalten des 20. Jahrhunderts porträtiert, sondern auch von der Tyrannei Stalins erzählt und sich mit der Frage nach der Freiheit der Kunst und dem idealen Kunstwerk auseinandersetzt.« CulturMag
»Film ist hier nicht nur Kunst, sondern auch Machtinstrument und Propaganda.« Literaturinitiative