Die Geschichte des Walchensees und seiner Fischerei

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Bayern im Buch-Rezension
Vorzüglich illustrierte kulturgeschichtliche Darstellung über die Fischerei im Walchensee.
Der Walchensee ist berühmt für seine Renken und Saiblinge, doch wurden diese erst zum Ende des 15. Jh. eingesetzt. Über die alte Kesselbergstraße konnten sie bis an den Münchener Hof geliefert werden, wobei bis zur Säkularisation nur fünf Familien, Grunduntertanen der Klöster Benediktbeuern und Schlehdorf, das Fischereirecht besaßen. Die Geschichte der dortigen Fischerei lässt sich damit nicht ohne breites Eingehen auf die kirchlichen Verhältnisse (einbezogen wird auch das später ins Lehel nach München transferierte Klösterl St. Anna), den Verkehrswegebau und die lokale Familiengeschichte schreiben, was den wissenschaftlich fundierten, in der Darbietung des Stoffes auch weitere Kreise ansprechenden Band vielfach über seinen speziellen Ansatz hinaushebt. Mit detaillierten Ausführungen zu Fischordnungen, Geräten und Fangmethoden, den als "Pfahlbauten" sichtbaren Fischkaltern aus dem 16. Jh., Schädlingen und Wilderern, aber auch dem frühen Tourismus (Lovis Corinth!) ist er auch für andere bayerische Regionen interessant.
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