Nicht schön genug?

Kandidatinnen für die Schönheitengalerie König Ludwigs I.
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Bayern im Buch-Rezension
Biografien von Damen, die es knapp nicht in die Schönheitengalerie König Ludwig I. geschafft haben.
Die Autorin legt quasi eine "Fortsetzung" zu ihrem umfassenden Buch über die Schönheitengalerie Ludwig I. vor. ("Nicht nur schön...": BiB 21/1). Diesmal befasst sie sich mit den Damen, die es auf diverse Vorschlagslisten des Malers Joseph Stieler und des Königs selbst geschafft haben. Teilweise wurden auch tatsächlich Porträts der Kandidatinnen angefertigt, aber aus unterschiedlichen Gründen wurden die biografierten Damen schlussendlich nicht in die Schönheitengalerie aufgenommen. Es handelts sich um Schauspielerinnen und Sängerinnen des Münchner Hoftheaters, junge Damen aus gutbürgerlichem Hause oder von Adel und Bekanntschaften des Königs von seinen Aufenthalten in Nizza. Die Autorin hat wie für den vorhergehenden Band wieder überaus akribisch recherchiert und räumt mit manchem Gerücht auf. So entsteht neben den Biografien auch ein Sitten- und Gesellschaftsbild des 19. Jh. Sie entreißt die Porträtierten dem Vergessen und schreibt somit auch ein Stück Frauengeschichte. Gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Bereits als Kronprinz kam König Ludwig I. auf die Idee eine "Sammlung schöner Köpfe" anzulegen. Und noch heute zieht diese Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg unzählige Besucher an. Die dort verewigten Damen sind weitgehend bekannt, doch wer kennt jene Schönheiten, die aus verschiedenen Gründen doch keine Aufnahme in die Galerie fanden?Eine ganze Reihe weiterer Frauen wäre infrage gekommen, wurde vom König selbst ins Auge gefasst oder vom Hofmaler Joseph Stieler vorgeschlagen. Überliefert sind die Namen von über 20 weiteren Schönen. Ihre Lebensgeschichten sind ähnlich vielseitig wie die der tatsächlich Porträtierten: Bühnenstars wie Katharina Sigl-Vespermann oder Constanze Dahn gesellen sich hier zu Adeligen, aber auch zu Beamten- und Bürgerstöchtern.In welcher Beziehung standen diese Damen zum König? Und aus welchem Grund wurden sie kein Teil der Sammlung? Die Historikerin Cornelia Oelwein widmet sich nun diesen zum Teil gänzlich in Vergessenheit geratenen Schönheiten. Sie zeichnet deren faszinierende Lebenswege nach, räumt dabei mit dem einen oder anderen hartnäckigen Gerücht auf und geht dem Geheimnis um das Gemälde der vermeintlichen "Gräfin Rambaldi" auf den Grund.

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