Nicht mehr lange

Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Fünf Münchner Student/innen radikalisieren sich immer mehr beim Versuch, gegen Umweltzerstörung zu kämpfen.
Gymnasiallehrer für Deutsch und Religion ist er von Beruf, doch Schriftsteller aus Leidenschaft. Nach einigen Lyrik- und Prosabänden legt er hiermit nun einen Roman vor, der ebenso fiktiv wie realistisch und vor allem packend geschrieben ist. Ein Krimi, der in und rund um München spielt, aber nichts Bayerntümelndes beinhaltet. Fünf junge Leute, größtenteils Studentinnen und Studenten, stellt der Autor vor, die über Politik und Politiker, vor allem jedoch über die Ursachen und Folgen des Klimawandels und der weltweiten Umweltzerstörung diskutieren. Doch beim Debattieren möchten sie es nicht belassen, sie wollen aktiv werden. Aber wie? Da gehen die Meinungen auseinander. Einer aus der engagierten Öko-Clique will ein Fanal setzen, indem er Bäume fällt und diese auf die Autobahn fallen lässt, um die Autofahrer durch die dadurch entstandenen Staus zum Nachdenken über die Folgen des von ihnen verursachten CO2-Ausstoßes zu zwingen. Der Erfolg ist freilich - wie zu erwarten - gleich null. Daher radikalisieren sich einige militante Gruppenmitglieder immer mehr. Die Eskalation nimmt unaufhaltsam ihren Lauf: Nach den Bäumen fallen Schüsse, weshalb auch Verletzte und gar Tote zu beklagen sind, während die Polizei fieberhaft nach den Tätern und den Urhebern der Bekennerschreiben "Unsere Welt schützen - jetzt" fahndet. Wie Idealismus in Terrorismus umschlagen kann und die anderen Mitglieder dieser zunächst eingeschworenen Gruppe sich zunehmend von den Verbrechen ihrer "Freunde" distanzieren, zeigt Schönmüller hier wie in einem Film mit raffiniert ineinander verflochtenen Szenen ungemein spannend auf und taucht dabei psychologisch tief auslotend in die unterschiedlichen Charaktere der fünf Protagonisten ein. Ein Krimi, der aufwühlt und damit ganz gehörig zum Nachdenken über das Entstehen und die Folgen von blindwütigen Gewaltexzessen anregt.
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Artikelbeschreibung

Der Mensch zerstört die Welt.Der Mensch zerstört sich selbst.Was dagegen tun?Wie weit kann man gehen?Wo ist die Grenze?Ein Freundeskreis radikalisiert sich.Erst fallen Bäume - dann Schüsse.München lebt in Angst.Und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.Jeder muss sich entscheiden.Es bleibt keine Zeit.'Das Buch geht unter die Haut! Die Stimmung wirkt noch lange nach, spannend, packend, aktuell, wichtig - lässt einen verzweifelt, aber wachgerüttelt zurück ...'(Toni Taschler, Regisseur)

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