A wie Ada

Roman
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Buchprofile - Rezension
Poetische Miniaturen aus dem Leben einer deutschen Frau mit türkischen Eltern.
Das Büchlein wird zwar auf dem Cover als Roman bezeichnet, in Wahrheit handelt es sich aber eher um ein literarisches Schmuckkästchen mit fein geschliffenen biografischen Miniaturen. In kurzen Kapiteln, die teilweise sehr lustige Überschriften tragen (z.B. "Kaffee und Schinken" oder "Sauberlecken"), erzählt die Autorin mit poetischer Sprache und feinem Humor Szenen aus Adas Kindheit sowie ihrem Leben als erwachsene Frau und Mutter. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist von deren Migrationshintergrund geprägt, sie kamen vor vielen Jahren aus der Türkei in eine schwäbische Kleinstadt. In verschiedenen Kontexten beleuchtet sie die Themen "Fremdheit/Andersartigkeit", "Nähe/Distanz", aber auch die Bedeutung von Sprache und Kommunikation. Eine fortlaufende Handlung gibt es nicht, eher skizzieren die kurzen Szenen den Charakter und die Gedankenwelt der Hauptfigur. Dilek Güngör sagt selbst, dass dieser Roman sehr nah an ihr dran sei und sie keine Figuren erfunden habe. Mir haben die kleinen pointierten Erinnerungspäckchen der in Berlin lebenden Autorin und Journalistin sehr gut gefallen.
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Artikelbeschreibung

In der Sprache ihrer Eltern heißt Ada Insel. Ada denkt, auch sie wäre eine einsame Insel. Der Umgang mit anderen Menschen ist ihr oft unangenehm; wann sie sich wie verhalten soll, kann sie schwer einschätzen. Ada will geliebt werden, nicht von allen, unbedingt aber von den anderen.Poetisch und humorvoll erkundet Dilek Güngör in »A wie Ada« die Beziehungen ihrer Protagonistin, angefangen bei deren Kindergarten- und Schulfreundschaften bis hin zu ihren eigenen Kindern und ihrem Mann. In Miniaturen lernen wir eine stolze wie auch verletzliche Frau kennen, deren zwiespältige Sehnsucht nach Innig keit und Verbundenheit niemandem fremd ist.

Produktsicherheit

Hersteller: Verbrecher Verlag
Anschrift: Gneisenaustr. 2a
DE-10961 Berlin
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Personeninformation

DILEK GÜNGÖR, geboren 1972 in Schwäbisch Gmünd, ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihre gesammelten Zeitungskolumnen erschienen in den Bänden »Unter uns« und »Ganz schön deutsch«. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter«. 2019 erschien im Verbrecher Verlag »Ich bin Özlem«. Ihr Roman »Vater und ich« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.
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