Vergessene Verbrechen aus Altbayern

Die Giftmischerin und andere wahre Kriminalfälle
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Bayern im Buch-Rezension
17 meist tödliche Verbrechen in der "guten alten Zeit".
In 17 ausgewählten Fällen im östlichen Altbayern taucht man ein in das Leben der Leute im ersten Viertel des 20. Jh. Man erlebt Schicksalsschläge, Böswilligkeit und Ungerechtigkeiten des Lebens als Tatmotive für Verbrechen, die meist tödlich endeten. In Abbildungen u.a. von originalen Briefen, Bekanntmachungen, Protokollen der Hinrichtungen, Tatortskizzen und sogar Bildern der Täter kommt man ganz nah mit dem jeweiligen Verbrechen in Berührung. Dies wird auch verstärkt durch die auf alt getrimmte Buchgestaltung, manchmal auch den Duktus der Erzählsprache. Der vor fast 20 Jahren verstorbene Autor, ein ehemaliger Polizeihauptkommissar, hat mit seinem Buch noch immer ein interessiertes Publikum, da das Werk nun schon in der 3. Auflage in ursprünglicher Form erscheint. Es ist ein Buch, dass man nicht in einem Stück lesen kann, denn die Wirkung des Grauens ist nicht von der Hand zu weisen. Empfehlenswert nicht nur für Krimifans, da es auch einen wichtigen historischen Blick in den Strafvollzug und das Leben vor etwa 100 Jahren liefert.
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Artikelbeschreibung

Neid, Habgier, Rachsucht - die Motive für schwere Verbrechen sind vielfältig. Zu den Opfern solcher Verbrechen gehören Ehepartner, Geschwister und Rivalen ebenso wie Geliebte, Zufallsbekanntschaften oder Polizisten.In diesem Buch hat Johann Dachs, ehemaliger Polizeihauptkommissar, vergessene Fälle aus Altbayern niedergeschrieben. Zugetragen haben sich diese Verbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: in Landshut und in Plattling, in Mainburg und in Freising, in Viechtach, Cham und vielen anderen Dörfern und Städten in Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz. Nach "Wahre Mordgeschichten" und "Verurteilt und hingerichtet" gibt es nun mit "Vergessene Verbrechen aus Altbayern" weitere Kriminalfälle aus seinem Archiv. Wahre Verbrechen, aus erster Hand erzählt.

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Personeninformation

Johann Dachs (1928-2007) wurde in der Nähe von Bad Kötzting im Bayerischen Wald geboren, war Diplomverwaltungswirt (FH) und Erster Polizeihauptkommissar in Dachau. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Heimkehr 1943 schloss er eine Verwaltungslehre bei der Stadtverwaltung Straubing ab und trat 1946 als damals jüngster Vollzugsbeamter in Deutschland in den Dienst der Stadtpolizei Straubing ein. Nach seinem Wechsel zur Bayerischen Landespolizei im Jahr 1947 war er ab 1951 Ausbilder in der Bayerischen Bereitschaftspolizei, später arbeitete er als Hundertschaftsführer bei der Bereitschaftspolizei in Dachau, danach wurde er Leiter der Polizeiinspektion 24 und der nachmaligen Inspektion 31 in München, aus der er 1988 als dienstältester Beamter im Polizeivollzugsdienst in den Ruhestand ging. Johann Dachs galt seitdem als ein erfolgreicher Autor von Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen sowie von heimatkundlich zeit geschichtlichen Kriminalsachbüchern und Biographien. Auch fast 20 Jahre nach seinem Tod stoßen seine spannenden, aber trotzdem immer sachlichen Darstellungen von bayerischen Kriminalfällen auf großes Interesse.
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