Wahre Mordgeschichten

Kriminalfälle aus Niederbayern und der Oberpfalz
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Bayern im Buch-Rezension
Acht Kriminalfälle aus Niederbayern und der Oberpfalz zwischen 1844 und 1946.
Der Autor des bereits in vierter Auflage erscheinenden Buchs war viele Jahre in verschiedenen Aufgabenbereichen im Polizeidienst. Parallel zum Beruf recherchierte er in alten Kriminalfällen, aus denen dann interessante Sachbücher entstanden. Jedes dieser Verbrechen wird in den geschichtlichen, den örtlichen und den Sachzusammenhang gestellt. Der erste Fall "Mord im Schulhaus" spielt 1844 im Landgerichtsbezirk Mitterfels. Nach einer Schilderung der Vorgeschichte schildert der zweite Abschnitt das Tatgeschehen mit den Unterpunkten Vorbereitung - Tatausführung - Obduktion der Leiche. Im dritten Teil kommt das Urteil im Wortlaut und im letzten die Hinrichtung. Auch die anderen Fälle sind vergleichbar dargestellt. Beim zweiten Fall, dem "Mord aus Eifersucht und Habgier" ist das Urteil sogar im Abdruck festgehalten. Es ist gar nicht so leicht, die damals verwendete Schrift zu lesen. Auch die anderen sechs Fälle sind so präzise geschildert, dass man sich beim Lesen fast einfühlen kann in die jeweiligen Vorgänge. Die Fälle sind chronologisch aufgeführt, und, was den menschlichen Rahmen angeht, sehr lebendig geschrieben. Das Buch ist ein Geschichtsbuch, das die Leser in vergangene Zeiten und den Umgang mit Verbrechen zurückführt. Die Schwarzweiß-Fotografien zwischen den Fällen versuchen, die Leser in die jeweils passende Stimmung zu versetzen. Das farbige Foto auf dem Einbanddeckel mit einem Waldweg tut ein Übriges dazu.
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Artikelbeschreibung

Seit Menschengedenken sind Habgier, Eifersucht, Hass und zügellose Rachsucht die Triebfedern zu den schaurigen Verbrechen: Mord und Totschlag. Auch Angst und sexuelle Hörigkeit sind als Beweggründe für Verbrechen wider das Leben anzumerken. Der Autor hat aufsehenerregende Fälle aus der Oberpfalz und Niederbayern zwischen 1844 und 1946 aufgeschrieben. In akribischer Kleinarbeit anhand der Ermittlungsakten hat er in den vorliegenden Tatsachenberichten die Atmosphäre dieser vergangenen Dramen eingefangen und in spannenden, wahren Kriminalgeschichten festgehalten.

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Personeninformation

Johann Dachs, geboren im Bayerischen Wald, war Diplomverwaltungswirt (FH) und Erster Polizeihauptkommissar in Dachau in Oberbayern. Nach seiner Heimkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft schloss er die 1943 bei der Stadtverwaltung Straubing begonnene Verwaltungslehre ab und trat 1946 den Dienst bei der Stadtpolizei Straubing an. 1947 wechselte er zur Bayerischen Landespolizei, später arbeitete er als Hundertschaftsführer bei der Bereitschaftspolizei Dachau und wurde schließlich Leiter der Polizeiinspektion 24 und der nachmaligen Inspektion 31 in München, bis er 1988 als dienstältester Beamter im Polizeivollzugsdienst in den Ruhestand ging. Johann Dachs galt seitdem als ein erfolgreicher Autor von Zeitungs- und Zeitschriftenbeiträgen sowie von heimatkundlich zeitgeschichtlichen Kriminalsachbüchern und Biografien.
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