Unsere Liebe Frau im Baum

Baumverbundene Gnadenstätten in Bayern
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Bayern im Buch-Rezension
Bayerische Wallfahrten, geprägt von der Natur – eine bestechende Einheit.
Die gebürtige Berchtesgadenerin war Biologie-Didaktikerin in München und lebt heute in Simbach am Inn. Ihr kulturgeschichtliches Interesse schlägt sich in dieser opulenten Neuerscheinung nieder. Sie ist mit Fleiß und findigem Glück gelungen und stellt eine bisher nur am Rand beachtete, nun aber durch selbst initiierte und durchwegs verlässliche Forschungs-Ergebnisse zum Interessenmittelpunkt vorgerückte Thematik in aller gebotenen Breite und aber auch Tiefe vor. Die Leserschaft folgt interessiert dem von Scherf bis in Details gecheckten kenntnisreichen Gang durch alle bayerischen Regierungsbezirke – von Franken bis Schwaben. Der „heilsamen Kraft des Baums“ habe sich der gläubige Mensch schon vor Jahrhunderten anvertraut, und viele Gnadenstätten – von Burgerroth bis Wattenweiler – seien dadurch entstanden. Sie werden hier ermunternd, dem Forschungswillen der Autorin zu folgen, besucht. Fotos ihres bereits verstorbenen Ehemanns und Landkarten machen den akribischen Text noch besser lesbar. Die Infos zeugen von der intensiven Beschäftigung der Autorin mit der von ihr wissenschaftlich fundiert erarbeiteten und auf Quellen, die nur noch dem Fachmann zur Verfügung stehen, gestützten Informationen. – Ein liebenswertes Alters-Lebenswerk, das durch seine gebotene Fülle und gläubig durchwirkte Sensibilität besticht.
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Artikelbeschreibung

Webshoph: http://moverlag.eu/Unsere-Liebe-Frau-im-BaumGertrud ScherfUnsere Liebe Frau im Baum Baumverbundene Gnadenstätten in BayernGründungsgeschichten vieler Wallfahrtsorte erzählen von einem Baum: ein Marien- oder Heiligenbild an ihm aufgefunden oder angebracht, aus einem Baum ertönende liebliche Musik, vor einem Baum niederknieende Tiere und viel Wundersames mehr. Weil die Lebenszeit von Bäumen begrenzt ist, existiert der legendenhaft oder real mit einer Gnadenstätte verbundene Baum als lebendiges Wesen nur noch selten. Aber oft hat er Spuren hinterlassen, und diese bezeugen die einst dem Baum geltende Achtung und Zuneigung: aufbewahrte Baumrelikte an der Gnadenstätte, Ortsnamen wie Feichten oder Weihenlinden, Namen von Wallfahrten und Wallfahrtskirchen wie Maria im Hollerbusch und Eichetkapelle, Abbildungen auf Fresken, Tafelbildern oder Votivtafeln und nicht zuletzt Berichte zur Wallfahrt, wobei Historie und Legende nicht immer klar zu trennen sind.Die einführenden Kapitel des Buchs erzählen Historisches und Mythisches und befassen sich mit der früheren und heutigen Bedeutung baumverbundener Gnadenstätten. Für den Porträtteil hat die Autorin in ganz Bayern 107 baumverbundene Gnadenstätten aufgespürt und 55 von ihnen in Porträts vorgestellt. Die meisten dieser Gnadenstätten sind der Muttergottes Maria geweiht, einige sind Christus-, Dreifaltigkeits- oder Heiligenwallfahrten.Berichte über den Ursprung der Wallfahrt und ihr Weiterleben, die Würdigung von Kirchengebäuden, Gnadenbildern, künstlerischen Glanzpunkten sowie von Besonderheiten und Kuriositäten verdeutlichen in den Porträts die Gemeinsamkeiten und je spezifischen Eigenheiten der Gnadenstätten.An baumverbundenen Gnadenstätten lässt sich göttliche Nähe in der Natur sowie in menschlicher Kunst und Kultur spüren.Bildband ¿ 208 Seiten ¿ ISBN 978-3-95511-199-1Ohetaler-Verlag, Tel. 08552 4200 (Mo-Fr 9-12 Uhr)E-Mail: info@ohetaler.de ¿ 39,90 Euro

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