Der große Wurf

Band 4
Geheime Einblicke in eine besondere DDR-Kindheit. Zum Selberlesen und Vorlesen für Jung und Alt
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Buchprofile - Rezension
Ein erinnernder Blick in eine unbeschwerte DDR-Kindheit.
Im vierten Band der Buchreihe "Wir Kinder von früher" erzählt Stefan Schwarz von seiner Kindheit in der DDR Ende der 1960er-/Anfang der 1970er-Jahre. Seine Kindheitserinnerungen setzen bei dem dreijährigen Stefan ein, der sich Gedanken über die Worte „versetzt“ und „befördert“ macht. Das Kind versteht, dass die Arbeit des Vaters beim Geheimdienst geheim ist und damit ist es auch gut. Er wächst sehr liebevoll inmitten seiner Familie mit zwei älteren Schwestern und Großeltern auf. Mit kindlich naiver Stimme erzählt er von Ereignissen, die in seinen Erinnerungen bedeutend geblieben sind. Der quälende Geigenunterricht, die Straße, in der die beste Freundin wohnt und von der Vertrautheit mit der kleinen großen Schwester, wenn ihn der Angst-Bammel packt. Von der Bedrohung durch Harlekin und von dem erhebenden Gefühl der Selbstwirksamkeit, als er im Judo den Schulterwurf beherrscht. Die DDR-typischen Begebenheiten kommentiert er mit Witz und kindlichem Charme und frei von Bewertung und Verurteilung. „Der große Wurf“ ist vor allem eine Geschichte der Selbstermächtigung vom Stöpsel zum Stecker, als ihm der große Wurf als Judoka gelingt. Sehr gelungen ist, wie der Autor die Welt, in der er lebte, aus kindlichem Verstehen heraus beschreibt. Warum die Dinge so waren, fragt er nicht, das wäre wohl auch völlig unglaubhaft. Die Bilder von Székessy fangen einzelne Situationen im Stil der Zeit ein und setzen den Witz in Szene. – Ein Mehrgenerationenbuch mit unbekümmertem Blick in eine vergangene Zeit und in ein Land, das es nicht mehr gibt.
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Artikelbeschreibung

Die wahre Geschichte einer DDR-Kindheit, von der wir sonst nichts lesen

Stefan ist ein geliebtes Kind - umgeben von Oma und dem lieben Großvater, den großen Schwestern, den Eltern. Leider muss er Geige lernen, weil man in der Kita befunden hat, dass er dafür "geeignet" ist. Später tauscht er die Geige gegen den Judo-Anzug aus. Hauptsache kein Stubenhocker, meint der Vater. Und das ist Stefan wahrhaftig nicht!

Stefans Vater hat eine Arbeit, die geheim bleiben muss. Stefan weiß nichts über die Stasi, er kriegt nur manchmal mit, wie sein Vater nachts nach Hause kommt und Hilfe braucht, weil mit den Russen mal wieder zu viel Wodka im Spiel war. Immer diese Trinksprüche! Man kann doch auch mit Kakao auf die Freundschaft trinken, findet Stefan und probiert es gleich mit seiner Freundin Pfläumchen aus.

Mit liebevoll-ausdrucksstarken Illustrationen von Tanja Székessy und einem Nachwort als Gesprächsimpuls

Produktsicherheit

Hersteller: Klett Kinderbuch Verlag GmbH
Anschrift: Richard-Lehmann-Str. 14
DE-04275 Leipzig
Kontakt: info@klett-kinderbuch.de

Personeninformation

Stefan Schwarz, Jahrgang 1965, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Schwerin mit Baden, Angeln, Segeln, Rudern und Schlittschuhfahren, wenn er nicht gerade Geige üben musste oder später zum Judo-Training ging. Als junger Mann wollte er wie sein Vater zum DDR-Geheimdienst, doch dann kam die Wende. Er studierte in Leipzig Journalistik und schreibt seither als freier Autor für viele Medien. Heute ist er dankbar dafür, dass er nicht das macht, was er einst dachte, was er tun sollte, sondern das, was er am besten kann, nämlich Leute zum Lachen bringen. Tanja Székessy wurde 1969 als zweites von drei Kindern in Westberlin geboren, also eigentlich mitten in der DDR. Wenn sie zur Oma nach Westdeutschland wollten, mussten sie zweimal an Grenzkontrollen halten, erst in Berlin und dann nochmal in Helmstedt. Schon als Kind hat sie unentwegt gemalt und gezeichnet und tut das auch heute noch, für Schulbücher, Zeitschriften und Kinderbücher. Inzwischen hat sie selber drei Kinder und lebt immer noch in Berlin, genau in der Mitte.

Pressestimmen

»Man wünscht dieser Geschichte auch deshalb viele Leser, weil sie warm und liebevoll einen Ton transportiert, den viele ostdeutsche Nachwendekinder aus ihren Familien kennen dürften.« DIE ZEIT, Julia Lorenz, 27.03.2025
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