Die Bayerischen Suffragetten

Luitpold-Frauen, Kultur-Wirtinnen, Selbständige und Künstlerinnen | Die wilden und verwegenen Seiten Bayerns
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Bayern im Buch-Rezension
Unangepasste, rebellische, couragierte Vorkämpferinnen für Frauenrechte.
Claudia Teibler zeigt in diesem Buch am Beispiel engagierter Frauen deren Einsatz für die vollständige Gleichstellung der Frau. Der Verlauf dieser notwendigen Entwicklung verlief nicht geradlinig, Kriege, alte Denkmuster, vor allem auch die NS-Ideologie blockierten erworbene Möglichkeiten und Rechte, doch letztlich konnten sie den Prozess nicht dauerhaft stoppen. Auch in München bzw. Bayern setzten sich ab ca. 1890 zahlreiche Frauen - Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Kellnerinnen, Arbeiterinnen etc. für mehr rechtliche wie finanzielle Unabhängigkeit, für Bildungschancen, Berufswahl, Teilhabe an der Politik und für gesellschaftliche Emanzipation ein. Ehe Teibler die einzelnen Protagonistinnen vorstellt, erläutert sie in einer kompakten Einführung die jeweils vorgegebene Situation, das Anliegen sowie die Möglichkeiten des angesprochenen Berufsstandes. Neben Anita Augspurg (1857-1943), Vorkämpferin der Frauenbewegung, Gabriele Münter (1877-1962), bedeutende Malerin der Künstlergruppe "Blauer Reiter", Kathi Kobus (1854-1929), legendäre Schwabinger Boheme-Wirtin, Erika Mann (1905-1969), politische Kabarettistin und Therese Giehse (1898-1975), begnadete Schauspielerin, alles Frauen, die öffentlichkeitswirksam für ihre Rechte eintraten, schildert die Autorin auch den unermüdlichen Einsatz vieler Frauen, die heute fast vergessen sind oder im allgemeinen Bewusstsein nicht erscheinen - u.a. Carry Brachvogel (Schriftstellerin, 1865-1942), Toni Pfülf (Politikerin, 1877-1933), Margarete Ammon (Geschäftsfrau, 1922-2022) und Klara Oppenheimer (Ärztin, 1867-1942). Sie alle haben durch ihr Engagement bedeutende Fortschritte erreicht, auch wenn sie dafür nicht immer belohnt wurden.- Sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Unsere emanzipatorischen Vorreiterinnen begannen schon vor 120 Jahren den Kampf um gleiche Rechte, in revolutionär-skandalöser Denkerpose mit Zigarette und in Hosenanzug standen nicht wenige von ihnen unter 'Radikalitätsverdacht'. In Bayern, und vor allem der Landeshauptstadt München, forderten Salonièren, Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, aber auch Wirtinnen, Schauspielerinnen, Geschäftsfrauen ihr Recht auf Selbstbestimmung. <BR>Viele dieser Frauen sind in den letzten Jahren wiederentdeckt worden, wie die Schriftstellerin Carry Brachvogel, die Malerin Ida Maly oder die Frauenrechtlerin Anita Augspurg. Andere, wie die Politikerin Toni Pfülf oder die Schriftstellerin und Bildhauerin Christa Winsloe, gilt es wieder zu entdecken. Dieses Buch stellt die unangepassten Frauenpersönlichkeiten vor!<BR>

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Pressestimmen

»So staunt man bei der Lektüre über so manches Porträt inspirierender Künstlerinnen oder Unternehmerinnen, die sich an unterschiedlichsten Stellen in Bayern engagierten.« Süddeutsche Zeitung 20221017
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