Die ungeduldigen Frauen

Roman
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Buchprofile - Rezension
Seid geduldig! Diesen Rat geben Angehörige den jungen Mädchen in Kamerun anlässlich ihrer Zwangsheirat mit auf den Lebensweg. Doch nicht alle fügen sich in ihr vorbestimmtes Schicksal: Es gibt sie - die ungeduldigen Frauen.
Der Roman wird aus der Perspektive der drei Protagonistinnen erzählt. Es sind die 17-jährige Gymnasiastin Ramla, ihre jüngere Schwester Hindou und die ältere, erfahrene Safira. Sie alle führen ein fremdbestimmtes Leben, das für viele Frauen in der Sahelzone Realität ist: Kinder- und Zwangsheirat, Polygamie, häusliche Gewalt, absoluter Gehorsam dem Ehemann und den Eltern gegenüber. Unterwürfigkeit wird gefordert und Geduld empfohlen, aber letztere hilft nicht beim Erdulden der unterdrückenden Umstände. Die Frauen werden zu Gegenständen, zum Eigentum ihres Gebieters, dem sie schutz- und hilflos ausgeliefert sind. Selbst unter den Frauen herrschen Scheinheiligkeit, Misstrauen und Konkurrenz. Wenn sie sich gegen die Unterdrückung auflehnen, dann sind sie auf sich allein gestellt. Die Autorin verarbeitet eigene Erfahrungen und nennt ihren Roman "eine Fiktion nach wahren Begebenheiten". Mit starker Stimme erzählt sie packend, eindringlich, tabulos und authentisch. Es ist eine herausfordernde, eindringliche Lektüre, die unter die Haut geht und nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren, sondern ausdrücklich auch für erwachsene Leserinnen und Leser empfohlen wird.
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Artikelbeschreibung

Drei Frauen, drei Geschichten, drei miteinander verbundene Schicksale.

Dieser mehrstimmige Roman schildert das Leben von Ramla, Safira und Hindou, die im Norden Kameruns als muslimische Fulben aufwachsen. Die junge Ramla, die von einer Zukunft als gebildete Frau träumt, wird als Zweitfrau mit Safiras viel älterem, polygamen Mann zwangsverheiratet, während ihre Schwester Hindou gezwungen wird, ihren Cousin zu heiraten.

»Munyal! Geduld!«, ist der einzige Rat, den die drei Frauen immer wieder von ihrem Umfeld erhalten und der sich durch ihr Leben zieht. Doch sie sind ungeduldig und beginnen, jede auf ihre eigene Weise, sich gegen die Konventionen und die Gewalt, die sie erfahren, zu wehren.

Zwangsheirat, häusliche Gewalt und Polygamie: Dieser Roman ist das Zeugnis einer traurigen Realität. Amadou Amal bricht Tabus, indem sie nicht nur die Lage der Frauen in der Sahelzone anprangert, sondern ihre starke Stimme gegen das universelle Problem der Gewalt gegen Frauen erhebt. Ein wichtiger Beitrag für die Rechte von Frauen.

»Auch ihr Roman ist eine Form des Widerstands: Die fiktiven Geschichten, beruhend auf wahren Begebenheiten, schaffen einen Einblick in die unterschiedlichen Formen von Gewalt an Frauen. Sie handeln von Zwangsheirat, häuslicher Gewalt und Polygamie - von Verzweiflung, Frustration und Wut. Jede Geschichte steht für sich und doch sind sie miteinander verbunden.« TERRE DES FEMMES

Nominiert von der Jugendjury für den deutschen Jugendliteraturpreis 2023

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Kontakt: mail@orlanda.de

Personeninformation

Djaïli Amadou Amal, Autorin und Menschenrechtsaktivistin, wurde als muslimische Fulbe mit 17 Jahren zwangsverheiratet und hat alle Tiefen und Formen der Unterdrückung einer Frau aus der Sahelzone durchlebt. 2012 gründete sie die Vereinigung »Femmes du Sahel«, welche sich für die Bildung von Frauen und gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. Ihr Buch »Die ungeduldigen Frauen« wurde 2019 mit dem Prix Orange du Livre en Afrique und 2020 mit dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet. Amadou Amal gilt als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Kameruns. Ela zum Winkel, in Frankfurt am Main geboren und zweisprachig aufgewachsen, ist Absolventin der Schauspielschule Cours Florent in Paris und studierte Translationswissenschaft an der Universität Wien. 2021 war sie Stipendiatin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für junge Literaturübersetzer*innen und erhielt für die Übersetzung von »Les impatientes« von Djaïli Amadou Amal das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.

Pressestimmen

»Ein erschütternder Roman über das Schicksal von drei Frauen, die als muslimische Fulbe im Norden Kameruns aufwachsen und denen nur eine Rolle zugedacht ist: kaum ist die Pubertät vorbei, sollen sie sich als Ehefrau dem für sie ausgewählten Mann unterordnen. (...) Djaïli Amadou Amal weiß jedoch, dass es Hoffnung gibt, wenn auch nur eine geringe. Und diese Hoffnung hat einen Namen: Bildung.« Paris Match
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