Lullaby Road

Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Der Trucker Ben Jones sieht sich auf einer Tour durch die Wüste plötzlich mit der Verantwortung für ein achtjähriges Mädchen und darüber hinaus einem Mordversuch an einem Wanderprediger konfrontiert.
Ben durchquert mit seinem Truck täglich die Hochwüste von Utah, um seine Kunden, die abseits der Zivilisation entlang der Road 117 leben, zu beliefern. Eines Tages vertraut ihm Pedro, ein entfernter Bekannter, ein sechsjähriges Mädchen an, das Ben bald Manita nennt, da er ihren Namen nicht kennt. Ben kümmert sich so gut es geht um die Kleine, während er seine Tour macht. Nach allerlei Begegnungen, kleinen und großen Zwischenfällen, stößt Ben auf die Spur eines Pädophilenrings, dem Manita mit Pedros Hilfe entkommen ist. - Andersons Roman ist ein Buch voller farbiger Figuren, die sich am Rande der Gesellschaft eingerichtet haben. Das in der Ich-Form erzählte Buch kann als eine Art Road-Book bezeichnet werden, da seine Dramaturgie auf die Charaktere und deren Lebensumstände abgestimmt ist, mit denen sich Ben, immer unterwegs mit seinem Truck, im Laufe der Handlung konfrontiert sieht. Manitas Schicksal und der Mordversuch an einem Priester sind auf geradezu unauffällige Weise mit weiteren Handlungssträngen verwoben. Die endlose Weite der Wüste, ihre Gefahren und Widerstände werden zum Sinnbild für die vom Leben gezeichneten Figuren, die diese unberechenbare Landschaft bewohnen.
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Artikelbeschreibung

Der Truck-Fahrer Ben Jones, den wir schon aus "Desert Moon" kennen, trauert noch immer um die mysteriöse Cellospielerin Claire, die auf tragische Weise starb. Auf der Route 117 versucht er, einen weiteren Winter mit tückischen Straßen und sichtraubendem Schneefall unfallfrei zu überstehen. An einem Truck Stop trifft er auf einen stummen lateinamerikanischem Jungen, der von einer Mischung aus Huskyund Deutschem Schäferhund beschützt wird. Sein Name ist Juan. Auf einem Zettel wird Jones um Hilfe gebeten: "Bitte Ben. Passen Sie auf meinen Sohn auf." Ohne jeden Hinweis, auf was er sich da einlässt, nimmt er die beiden mit. Neben einer ausgefeilten Crime Story wie in "Desert Moon" begegnen wir auch in "Lullaby Road" skurillen Charakteren, die in der Wüste Utahs Zuflucht gefunden haben. Schießwütigen, wie mürrischen oder verträumten Aussenseitern. Anderson beschreibt die Sonnenauf- und -untergänge, den Glanz der Sterne in der Nacht, die Gerüche, die erstaunliche Stille und die tödlichen Gefahren, die dort auf sie lauern.

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Hersteller: Polar Verlag.de
Kontakt: j.ruckh@polar-verlag.de
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