Köglberger

Vom Besatzungskind zur Fußballikone
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Buchprofile - Rezension
Bilderzählung zur Jugend und fußballerischen Karriere des österreichischen Ausnahmespielers Helmut Köglberger (1946-2018), Sohn einer Oberösterreicherin und eines afroamerikanischen US-Besatzungssoldaten.
Helmut Köglberger(1946-2018) war ein sehr erfolgreicher österreichischer Fußballstürmer, der in den 1960er- und 1970er-Jahren vor allem mit dem Linzer ASK und mit Rapid Wien Erfolge feierte und auch als Nationalspieler eingesetzt wurde. Sein erster Einsatz für die Nationalelf 1965 gegen Ungarn ging allerdings gründlich daneben. Als Sohn einer Oberösterreicherin und eines unbekannten afroamerikanischen US-Besatzungssoldaten wurde er von seiner Mutter verlassen und wuchs bei seiner resoluten Oma in der ländlichen Gegend von Steyr auf. Hier durchlebte er eine schwere, wegen seiner Hautfarbe von Alltagsrassismus und Vorurteilen geprägte Kindheit und Jugend, die auch seine fußballerische Karriere teilweise begleitete und prägte. Immer wieder wurde sein abweichendes Aussehen thematisiert und bei einem Flug mit der Nationalelf über Südafrika erfuhr er hautnah den Rassismus des Apartheidregimes. Wegen seines großen Talents und seiner fußballerischen Erfolge und unterstützt durch seine Frau erkämpfte er sich seinen verdienten Platz in der österreichischen Gesellschaft und engagierte sich später u.a. in einem fußballerischen Sozialprojekt. Da Köglberger allerdings anders als in seiner Heimat in Deutschland kaum bekannt ist, dürfte die entlang eines persönlichen Erinnerungsalbums erzählte und ansprechend illustrierte Graphic Novel bei uns nur Interesse finden, wenn es einer Bücherei gelingt, ihrer Leserschaft zu vermitteln, dass mit dieser Biografie die rassistischen Vorurteile gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe sehr gut exemplarisch verdeutlicht und in der damals üblichen Sprache erfasst werden.
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Artikelbeschreibung

«Ein interessanter Mann ist Helmut Köglberger.Da es bei unseren Klubs Mode ist, einen Murlzu haben, hat sich nun auch das österreichischeUEFA-Team einen zugelegt.»Diese Zeilen waren am 14. Jänner 1964 in einer österreichischen Tageszeitung zu lesen. Der Werdegang des Fußballers Helmut Köglberger ist weit mehr als ein Stück Sportgeschichte in einer vom Nationalsozialismus geprägten Gesellschaft.Köglberger wurde 1946 in Oberösterreich als Sohn eines schwarzen amerikanischen Soldatenund einer Österreicherin geboren. In der Landbevölkerung gab es klare familiale Strukturen: Vater, Mutter, Kind. Ein unehelicher «Rotzlöffel» war nicht vorgesehen. Seine Mutter war wegen der Hautfarbe ihres Sohnes sozial geächtet, den Vater hat er Zeit seines Lebens gesucht - aber nie gefunden.Köglberger hatte keinen leichten Start ins Leben. Er musste kämpfen und sich durchbeißen. Als Fußballer wurde er mit dem LASK und der Austria Wien österreichischer Meister. Die Nationalmannschaft führte er als Kapitän auf das Spielfeld, seine Anhänger widmeten ihm Sprechchöre: «Wir brauchen keinen Müller, wir brauchen keinen Held, wir haben unsren Heli, den Besten auf der Welt.» Es war ein weiter Weg vom Außenseiter zur Fußballikone, vom SV Sierning zum Handschlag mit Franz Beckenbauer.

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