Theodor Herzl

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Buchprofile - Rezension
Bilderzählung zur Jugend und den Anfängen des politischen Wirkens des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl (1860-1904).
Theodor Herzl wurde in der Mitte des 19. Jh. als Sohn deutschsprachiger Juden in Budapest geboren, die später nach Wien übersiedelten. Als Jugendlicher entwickelte er vor allem literarische Interessen; das Studium der Rechtswissenschaften gab er zu Gunsten seines Faibles für Literaturkritiken und des Verfassens eigener Theaterstücke auf. In seiner Heimat und auf seinen Reisen durch Europa wurde er immer wieder mit Ressentiments und Hass auf Juden konfrontiert. Als Berichterstatter einer Wiener Zeitung über die Dreyfuss-Affäre in Frankreich wurde ihm zunehmend bewusst, dass auch die aufgeklärten europäischen Juden nicht vor Verfolgungen geschützt sind. Unter dem Eindruck dieser Ereignisse verfasste er 1895 seine Schrift "Der Judenstaat". Darin hielt er die Gründung eines eigenen jüdischen Staates, entweder in Argentinien oder Palästina, für die verstreut lebenden Juden möglich und notwendig. Seine Ideen stießen jedoch zunächst meist auf Ablehnung; so konnte er die Bankiers Rothschild nicht dafür gewinnen, den angedachten Landkauf in Palästina beim osmanischen Sultan zu finanzieren. Zuspruch fand er vor allem bei den osteuropäischen Juden. Zusammen mit einigen Unterstützern organisierte er 1897 den ersten zionistischen Weltkongress in Basel. Dort wurde er zum Vorsitzenden der Bewegung gewählt. – Hier endet die zunächst auf Hebräisch erschienene biografische Bilderzählung eines in Israel lebenden Comicautors zum Leben und Wirken einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der jüngeren jüdische Geschichte. In den Texten überwiegt der erzählerische Anteil, die Farbgebung greift unterschiedliche Stimmungslagen gekonnt auf. Die Panels gefallen durch manch originelle und dichte Umsetzungen des Geschehens; etwa wenn immer wieder Vögel in Herzls Kopf seine aktuelle geistige und seelische Verfasstheit und seine Gedanken wiedergeben. Ein durchaus lohnender Kauf für größere Ge- und Bi-Bestände.
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Artikelbeschreibung

Im Jahr 1860 wurde in Budapest ein Kind von Janet und Jacob Herzl geboren. Seine jüdischen Eltern gaben ihm den Namen Theodor und fügten einen hebräischen Namen hinzu: Benjamin Seev.Shay Charka folgt in seiner Biografie Herzls kurzem Leben, von seinen Jahren als neugieriges und ehrgeiziges Kind bis hin zu einem kreativen und nachdenklichen Jugendlichen, der sich für die deutsche Kultur interessierte - und seinem Drang und Ringen mit sich selbst, zu schreiben. Charka zeichnet Herzl als einen Mann mit Geist und Tatkraft; ein Träumer, der dennoch auf dem Boden der Tatsachen blieb, ein Jude und ein Weltbürger, der ein historisches, moralisches, politisches und nationales Bewusstsein entwickelte, das ihn auf einen holprigen Weg zum Zionismus und zur Vision des jüdischen Staates führen sollte.

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Personeninformation

Shay Charka, geboren 1967 in Petach Tikwa, studierte an der Kiryat Shemona Hesder Yeshiva, autodiktatischer Illustrator und Comiczeichner, zahlreiche Veröffentlichungen.

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