Paukenschläge aus dem Paradies

Erinnerungen
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Buchprofile - Rezension
Autobiografische Erinnerungen der englischen Komponistin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth.
Ethel Smyth wuchs in der zweiten Hälfte des 19. Jh. in einer typisch viktorianischen Familie mit fünf Schwestern und einem Bruder auf. Deutsche Gouvernanten brachten sie der Musik Beethovens, Schumanns und Schuberts näher, sodass sie den Wunsch verspürte, Musik zu studieren. Die Erlaubnis zum Studium in Leipzig erkämpfte sie sich per Hungerstreik. Diese Eigenwilligkeit und das Durchsetzungsvermögen kennzeichneten immer ihren Lebensweg, sowohl in beruflicher wie auch in privater Sicht. Trotz berühmter Zeitgenossen wie Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky oder Edvard Grieg suchte und fand sie ihren eigenen Weg in der Musik und es gelang ihr, eigene Opern und auch andere Werke zur Aufführung zu bringen und auch selbst zu dirigieren, immer im Kampf in einem von Männern dominierten Umfeld. Sie lebte offen in lesbischen Beziehungen, hatte aber auch ein Liebesverhältnis zu einem Mann, war befreundet mit der Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf und engagierte sich auch bei den Suffragetten. - Ethel Smyth hat ihre Erinnerungen in mehr als zehn Bänden festgehalten, die jetzt von Heddi Feilhauer in einer konzentrierten einbändigen Autobiografie veröffentlicht worden sind. Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Durchsetzungsvermögen und ihrer Lebensart war Ethel Smyth ihrer Zeit weit voraus. Ihre Erinnerungen sind spannend zu lesen und vermitteln das Bild einer unerschrockenen Komponistin und Frauenrechtlerin, die für ihre Leidenschaften und Ansichten kämpfte und auch erfolgreich war. Der Titel „Paukenschläge aus dem Paradies“ ist gut gewählt. - Eine ausdrückliche Empfehlung nicht nur für Musikinteressierte.
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Artikelbeschreibung

Radikal, queer und urkomisch!

Komponistin, Pionierin, Freigeist und Frauenrechtlerin- Ethel Smyth hatte viele Gesichter. Ihre außergewöhnliche musikalische Begabung, ihr rebellisches Wesen, ihre Zielstrebigkeit und die Leidenschaft, mit der sie ihre beruflichen und politischen Ziele verfolgte, beeindrucken bis heute. Mit wilder Entschlossenheit überwand sie alle gesellschaftlichen Hürden auf dem Weg zur professionellen Komponistin. Sie verkehrte mit Clara Schumann, Edvard Grieg und Johannes Brahms, war offen lesbisch, eng befreundet mit Emmeline Pankhurst und Virginia Woolf und komponierte die berühmte Suffragetten-Hymne »The March of the Women«.

In ihren Erinnerungen lässt sie ihr außergewöhnliches Leben mit viel Witz, Charme und Selbstironie Revue passieren.

»Sie ist vom Stamm der Pioniere, der Bahnbrecher. Sie ist vorausgegangen und hat Bäume gefällt und Felsen gesprengt und Brücken gebaut und so den Weg bereitet für die, die nach ihr kommen.« Virginia Woolf über Ethel Smyth

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Personeninformation

Dame Ethel Mary Smyth setzte 1877 im Alter von 19 Jahren mittels eines Hungerstreiks den Wunsch gegen ihre Eltern durch, Komposition zu studieren und wurde zu einer der ersten professionellen Komponistinnen des modernen Europa. Einige ihrer Werke wurden trotz der damaligen Widerstände gegen weibliche Komponisten an großen Konzerthäusern uraufgeführt; ihr Werk »Der Wald« war über 100 Jahre lang die einzige Oper einer Komponistin an der Metropolitan Opera in New York. Heddi Feilhauer hat Anglistik und Germanistik studiert, war Lehrbeauftragte an der Freien Universität und beim Berliner Senat und ist seit über zwanzig Jahren als freie Übersetzerin, Journalistin und Herausgeberin tätig. Sie hat Filmkritiken für den Berlin International Women's Newsletter geschrieben und beim Internationalen Literaturfestival Berlin und der Berliner Literarischen Aktion übersetzt und zweisprachig moderiert. Daneben unterrichtet sie ehrenamtlich Deutsch für Geflüchtete. Bei ebersbach & simon sind bisher folgende Werke in ihrer Übersetzung erschienen: »Eine Frau von vierzig Jahren« von Vita Sackville-West, »Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart von Edith Wharton«, »Beautiful Fools. Zelda und F. Scott Fitzgerald« von R. Clifton Spargo, »The Blacker the Berry« von Wallace Thurman und »Banana Bottom« von Claude McKay. Heddi Feilhauer hat Anglistik und Germanistik studiert, war Lehrbeauftragte an der Freien Universität und beim Berliner Senat und ist seit über zwanzig Jahren als freie Übersetzerin, Journalistin und Herausgeberin tätig. Sie hat Filmkritiken für den Berlin International Women's Newsletter geschrieben und beim Internationalen Literaturfestival Berlin und der Berliner Literarischen Aktion übersetzt und zweisprachig moderiert. Daneben unterrichtet sie ehrenamtlich Deutsch für Geflüchtete. Bei ebersbach & simon sind bisher folgende Werke in ihrer Übersetzung erschienen: »Eine Frau von vierzig Jahren« von Vita Sackville-West, »Die verborgene Leidenschaft der Lily Bart von Edith Wharton«, »Beautiful Fools. Zelda und F. Scott Fitzgerald« von R. Clifton Spargo, »The Blacker the Berry« von Wallace Thurman und »Banana Bottom« von Claude McKay.

Pressestimmen

»Ethel Smyth hatte eine flammende Seele. Sie brannte ununterbrochen, ob sie komponierte, ob sie schrieb ... ob sie als Suffragette agitierte oder ob sie in einer Art Kimono ein Orchester dirigierte.« Bruno Walter
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