Habichtland

Roman
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Buchprofile - Rezension
Im Jahr 1941 wird das Leben der Familie Thormählen in den Elbmarschen schwieriger und gefährlicher.
Lisa und Hannes Thormählen arbeiten hart auf ihrem Bauernhof in der Nähe von Elmshorn; es wird zu Kriegszeiten immer schwieriger, ein auskömmliches Leben für die vierköpfige Familie zu schaffen. Dazu kommen die ständigen politischen Bedrohungen, Lisa ist schon einige Male durch unüberlegte Kommentare in der Öffentlichkeit aufgefallen. Hannes akzeptiert schließlich die ihm angetragene Stellung des stellvertretenden Ortsbauernführers, um die Familie zu schützen. Lisa verübelt ihrem Mann seine neue Aufgabe zutiefst. Sie reden kaum noch miteinander; es herrscht eine ständige Missstimmung. Lisa ist durch ihre illegale Tätigkeit für eine kommunistische Zelle sehr gefährdet. Und als ein Genosse verhaftet wird, ist unklar, ob er sie verraten hat. Die Angst, die Bedrückung nehmen zu. Es gibt wenige Freunde, denen man noch vertrauen kann. Als Hannes von einem dieser Vertrauten gefragt wird, ob er einen jungen Juden auf seinem Bauernhof verstecken könnte, stimmt er zu. Lisa ist auch sofort einverstanden; die Kinder werden nicht eingeweiht. Die Situation wird immer gefährlicher ... - Dieser Roman ist die Fortsetzung der Erzählung "Kronsnest", in der die noch jungen Protagonisten Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre den Alltag in dem kleinen Dorf erleben. Trotz mancher Rückblicke auf das frühere Geschehen ist es manchmal nicht ganz einfach, die Verbindung herzustellen. Aber die Geschichte ist großartig, feinsinnig erzählt. Die zahlreichen Charaktere sind durchweg glaubhaft dargestellt, ob es nun die überzeugten Nazis sind oder die oft verzagten, ängstlichen Widerständler. Das bedrohliche Szenario wird immer wieder durch schöne Schilderungen von Tierwelt und Landschaft in den Elbmarschen etwas gemildert. Auch das Leben und Arbeiten auf dem Hof wird treffend dargestellt. Sicher wird die Erzählung weitergesponnen; der Schluss dieses Bandes lässt darauf schließen. Der Roman ist bestens zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Wie kann man leben und lieben, wenn die Welt im Irrsinn versinkt?Deutschland 1941: Hannes und Lisa leben mit ihren Kindern zurückgezogen auf einem kleinen Hof in der Elbmarsch. Sie wollen sich von allem fernhalten, was nach Politik riecht. Doch Lisa fällt das immer schwerer. Sie kann nicht länger stillhalten, wenn der Bürgermeister seine Reden schwingt, wenn die Lehrerin ihren Kindern Härte predigt. Als Hannes einen offiziellen Posten im Dorf annimmt, um seine Familie zu schützen, spricht Lisa kaum noch mit ihm. Kurz darauf trifft Hannes seine Jugendliebe Mara wieder, die ihn bittet, ein großes Wagnis einzugehen ...In der Fortsetzung seines erfolgreichen Romans "Kronsnest" erzählt Florian Knöppler mit großer sprachlicher Intensität von einer Familie, die an den Verhältnissen der Zeit zu zerbrechen droht."Florian Knöppler hat ein feines Gespür für die Charaktere und deren Dialoge, für Landschaften und das Lebensgefühl in einer dunklen Zeit." Hauke Harder | Buchhandlung Almut Schmidt

Produktsicherheit

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Personeninformation

Florian Knöppler geboren 1966, studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Bonn und Bologna. Nach der anschließenden Ausbildung zum Redakteur arbeitete er für verschiedene Radio- und Fernsehsender und schrieb Zeitungsreportagen, häufig über Menschen mit besonderen Lebenswegen vor zeitgeschichtlichem Hintergrund. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie auf einem Hof in Schleswig-Holstein. Dort in der Nähe spielen auch »Kronsnest« und sein Nachfolger »Habichtland«

Pressestimmen

"Es erwartet Sie hier ein Roman, der zum besten gehört, was ich seit langer Zeit gelesen habe: Hier stimmt einfach alles, buchstäblich jedes Wort. Eine Geschichte, einfühlsam, spannend und mit großer erzählerischer Kraft geschrieben. Florian Knöppler lässt immer wieder Bilder entstehen, scheinbar leicht und ganz einfach, poetisch dazu, dass man als Leser nur staunen kann. (...) Ein Buch wie 'aus einem Guß', das lange nachklingt, das man garantiert wieder liest, fast ungläubig, dass das ein 'Erstling' sein soll - ist es doch einfach P E R F E K T!" Matthias Kesper | Thalia-Buchhandlung Paderborn (über "Kronsnest")
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