Hubertilied

Ein Wilderer-Drama
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Bayern im Buch-Rezension
Im frühen 18. Jahrhundert angesiedeltes Wilderer-Drama.
Verleger zur Veröffentlichung eines Debüts zu überreden, gelingt heute noch seltener als je zuvor. Darum muss hier wohl Überzeugung im Spiel gewesen sein, vielleicht kombiniert mit der Verführung, die in der Kürze des Textes liegt. Der wiederum verführt als Wilderer-Drama im 18. Jh. mit seinen gerade mal 110 Seiten die Leser auf eine ganz eigene Weise. Aufgeteilt in knapp fünfzig kleine Partien, Kapitel wäre das falsche Wort, ahnt der Leser schon beim Überfliegen ihrer prägnanten Überschriften den Verlauf des Dramas: Sebastian und Johannes, die beiden Waisenbuben, sind verbunden in lebenslanger inniger Freundschaft und doch trennt sie ihr ungleiches Temperament und das Schicksal erbarmungslos. Als Halbwüchsige wildern sie beide, aus Hunger und Not und auch ein wenig aus Freude am Abenteuer. Johannes, der Aufrechte, wird später Gehilfe beim Jäger des Reviers, den Leichtfuß Sebastian lockt weiter das freie Wildererleben. Sie gehen sich aus dem Weg, doch da gibt's schließlich noch die Obrigkeit und es kommt, wie es kommen muss. Das alles ist erzählt in einer kernig knappen Sprache, wie sich hundert Jahre später vielleicht Holzknechte die Geschichte am Herdfeuer erzählt haben. Auch wenn Konrad Xaver Oberleitner sie nicht direkt belauscht hat, doch seinen Thoma, oder auch Georg Queri und vielleicht auch den einen oder anderen Ganghofer hat er gewiss gelesen. Sprachliches Wildern? Eher nicht, vielmehr gelingt ihm in seinem Hubertilied wieder einmal der Beweis, dass gute Prosa gerade in ihrer Kurzform beim Leser die besten Bilder erzeugt. Wenn dann noch Platz ist für ein paar überzeugende Nebenfiguren, umso besser.
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Artikelbeschreibung

Sie sind Kinder der Sendlinger Mordweihnacht von 1705: Draufgänger Sebastian und der sanftmütige Johannes. Gemeinsam wachsen die Waisenbuben bei Johannes' Großvater auf, der versucht, das karge Auskommen auf ihrer Bergbauernhütte als Tagelöhner zu verbessern. Obrigkeit und Kirche bestimmen das Leben, Elend und Hunger sind tägliche Begleiter - bis die herangewachsenen Buben zur alten Büchse von Sebastians Vater greifen.Halb aus Not, halb aus Trotz und Abenteuerlust werden sie zu Wilderern. Doch ihre Schießkünste bleiben nicht unbemerkt und der alte Jäger macht Johannes ein unerwartetes Angebot: Der vernünftige, stille junge Mann soll sein Jagdgehilfe und Nachfolger werden. Plötzlich stehen die Freunde, die einander die Welt bedeuten, auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes.

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