Sagen aus Bayern

Von Hexen, Heiligen und Halunken
24,90 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Bayern im Buch-Rezension
Umfassende Sammlung von Sagen aller sieben bayerischen Regierungsbezirke.
Eine respektable Sammlung von Sagen aller sieben bayerischen Regierungsbezirke hat Paul Fenzl, als Verfasser von Regionalkrimis bekannt, zusammengetragen. Er stützt sich hier auf die Zusammenstellung alter Sagen und Legenden des Priesters und Pädagogen Alexander Schöppner (1820-1860). Dabei tauchen im anhängenden Ortsregister auch Überlieferungen aus Zweibrücken und Schwäbisch-Hall auf. Städte, die in der mehr als tausendjährigen Geschichte Bayerns zeitweise auch Teil des "Herrschaftsgebietes" waren. In seinem Vorwort und den die Kapitel einleitenden Erläuterungen führt Fenzl äußerst eloquent in die Merkmale der Sagen in der jeweiligen Region ein. In Oberbayern beispielsweise regten die hohen Berge, Riesen gleich, die Fantasie der Menschen an. Auch die Bergwerke, scheinbar von Zwergen und Gnomen bevölkert, beschäftigten die Gedankenwelt der einfachen Leute, denen das Geschichtenerzählen zur Unterhaltung gereichte. In Niederbayern sind es vor allem die zahlreichen Burgen und Burgruinen sowie der dunkle Bayerische Wald, die den Aberglauben stimulierten. Die Oberpfalz umfasste ab dem 13. Jh. lange Zeit weite Gebiete am mittleren Oberrhein, auch hier entstanden Sagen. Hauptsächlich aber war die Region ob der zahlreichen Flüsse durch die Flößerei und die Hammerwerke der Eisenindustrie geprägt. Doch in den Köpfen der Leute spukten vor allem weiße Frauen, Teufel und Ritter, aber es entspannen sich auch Sagen um die Herkunft von Ortsnamen. Schwaben, das erst 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss zu Bayern stieß, kann sich mittelalterlicher Städte wie Nördlingen und Augsburg, der Bezirkskapitale, rühmen und bietet so reichlich Nährboden für unheimliche Mären, wie dem "Kirchenfrevel zu Lauingen" oder den "Kettenträger zu Gundelfingen". Die drei Frankenlande verfügen selbstredend ebenfalls über einen reichen Sagenschatz. Unterfranken, auch als Mainfranken bezeichnet, besticht durch seine Weinberge und die ausgedehnte Baumlandschaft des Spessarts sowie des Steigerwalds, was reichlich Grundlage für Mythen bietet. Desgleichen gilt für Mittel- und Oberfranken: Ob im "Herzen Bayerns" oder dem oberfränkischen Bamberg, um dessen Dombau sich allerlei Legenden sammeln, auch hier erfreuten sich unsere Ahnen an spannenden, gruseligen und wunderlichen Märchen ihrer Heimat. - Es ist ein überaus reicher Sagenschatz, den Paul Fenzl hier sorgfältig zusammengestellt hat und der sich als Prosa wie auch Lyrik präsentiert. Quer durch Bayern - und darüber hinaus - lebt auch heute noch der ein oder andere Mythos, der die Vergangenheit der Bajuwaren so anschaulich versinnbildlicht. Ein gutes und lesenswertes Buch, für jeglichen Bestand.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Bayerische Sagen sind etwas besonderes: Bevölkert von Teufeln, Wilderern, Mönchen, Hexen, Rittern, mächtigen Berggeistern und waghalsigen Schatzsuchern geben sie der Menschheitsgeschichte mystische Tiefe. Denn sie bergen nicht selten einen wahren Kern.Ob die "Hexe von Menzing", der "Galgenpater von Burghausen", die "Drei Scharfrichter zu Regensburg" oder der "Weiße Geist zu Nürnberg" - die schönsten, kraftvollsten und originellsten Stücke des reichen bayerischen Sagenerbes sind hier in einem Band versammelt. Regionale Verortungen, kurze geschichtliche Hintergründe und die Erläuterung alter, kaum mehr gebräuchlicher Begriffe ergänzen die im Original belassenen Texte.Ein prächtiges Lesebuch voller Spuk, Aberglauben und Wunder.

Produktsicherheit

Hersteller: Volk München
Anschrift: Neumarkter Str. 23
DE-81673 München
Kontakt: info@volkverlag.de

Personeninformation

Paul Fenzl (geb. 1950 in Tännesberg), wuchs in der Nähe von Regensburg auf, wo er auch studierte. Er unterrichtete ab 1975 an verschiedenen Volksschulen im Landkreis Regensburg bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2013. Paul Fenzl ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Kriminalromane.

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.