Bayerns Kurfürsten

Ein historischer Streifzug
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Nachdruck. Folgt laut Verlag/Lieferant: 04.07.2022
Bayern im Buch-Rezension
Leben und Wirken der Regenten aus dem Hause Wittelsbach von 1623 bis 1806.
Der renommierte Historiker spürt in diesem Sammelband dem Leben und Wirken der Kurfürsten aus dem Hause Wittelsbach nach. Ebenso unterschiedlich waren die politischen Zielsetzungen der sieben Kurfürsten wie deren persönlichen Vorlieben und privaten Probleme. Beginnend mit Maximilian I., der wegen seiner militärischen Erfolge im 30jährigen Krieg von Kaiser Ferdinand im Jahre 1623 zum Kurfürsten ernannt wurde, lag das Kriegsgeschehen schwer dräuend über seiner Regierungszeit, in der er auch im Kampf gegen den Protestantismus der Anführer der katholischen Liga wurde. Er konnte den von seinem Vater übernommenen Staatsbankrott abwenden und ließ die Münchner Residenz zu einem der prächtigsten Fürstenhöfe in Europa ausbauen. Während Ferdinand Maria (1636-1679) als Friedensfürst in erster Linie damit beschäftigt war, die finanziellen und wirtschaftlichen Folgelasten des 30jährigen Krieges zu mildern und trotzdem barocke Pracht zu entfalten, konnte Max Emanuels Heer 1683 die Türken vor Wien stoppen und damit das Abendland vor der Islamisierung Europas retten. Doch Bayern als europäische Großmacht zu etablieren, scheiterte im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714), weshalb Max Emanuel auch einige Jahre im Exil in Brüssel verbringen musste. Karl Albrecht (1697-1745) wurde 1742 zum Kaiser gekrönt, dessen Macht sich jedoch in Grenzen hielt. Das Leben und Wirken von Maximilian III. Joseph (1727-1777) war verbunden mit den ersten Ansätzen der Aufklärung, wie der Förderung der Wissenschaften, der Bildung und der Einführung der Schulpflicht. Und der aus einer Wittelsbacher Nebenlinie aus der Pfalz stammende Karl Theodor (1724-1799) setzte die Ideen der Aufklärung durch rigorose Reformen in Staat und Gesellschaft, in der Wirtschaft und beim Militär um. Bevor Max IV. Joseph (1756-1825) im Jahre 1806 von Napoleons Gnaden zum König gekrönt wurde, ließ er durch seinen Allroundminister Maximilian Graf Montgelas im Sinne der Aufklärung weitere Reformen in der Gesetzgebung und die Säkularisation mit der Aufhebung der Klöster durchführen. Was diesen Überblick über 112 Jahre bayerischer Geschichte unter den sieben Kurfürsten jedoch über reine Biografien heraushebt, das sind - neben der reichhaltigen Bildauswahl und der in den Text eingestreuten Infokästen - die Bezüge, die der Autor stets mit dem jeweils parallel verlaufenden Geschehen in Deutschland und in Europa verknüpft. Wenngleich man über die Einschätzung historischer Ereignisse durch den Autor bisweilen anderer Meinung sein kann, so ist dieser Sammelband für die an bayerischer Geschichte Interessierten doch ein empfehlenswerter Überblick.
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Artikelbeschreibung

In der langen Geschichte Bayerns bilden die sieben Kurfürsten eine eigene Epoche. Sie beginnt im Krieg, dem Dreißigjährigen Krieg, und endet im Krieg, in der Zeit Napoleons.Dieses Buch gibt einen Überblick über diese kriegerische Epoche, die von diesen sieben Personen auf sehr unterschiedliche Weise geprägt wurde. Immer ging es dabei auch um die Stellung der bayerischen Länder im Reich. Franz Hofmeier bietet in kompakter Form Antworten auf die Frage nach den Persönlichkeiten der bayerischen Kurfürsten und ihren Geschicken. Kultur- und kunstgeschichtliche Anmerkungen bereichern diese Streifzüge durch eine erinnerungswürdige Epoche der bayerischen Geschichte.Der Band widmet sich vielen Fragen und Themen, bleibt jedoch ein kurzweilig zu lesender Überblick. Die umfangreiche Bebilderung macht Lust, sich mit dieser wechselvollen Zeit zu beschäftigen.

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Personeninformation

Hofmeier, FranzFranz Hofmeier studierte an der LMU München Geschichte (Schwerpunkt bayerische Landesgeschichte), Germanistik und politische Wissenschaften für das Lehramt an Gymnasien. Er war Referent für Geschichte am Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung und gab mehrerr Lehrwerke für den Geschichtsunterricht an, Gymnasien heraus. 15 Jahre lang war er Schulleiter am Descartes-Gymnasium in Neuburg a. d. D. Seit 2012 ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter am Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt. Weitere Veröffentlichungen zu Aspekten der bayerischen Literatur- und Landesgeschichte u. a. in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Armeemuseum und dem Museumspädagogischen Zentrum (MPZ)München
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