Der Nandy, der Joe und ich

Die 50er Jahre in Landshut. Ein niederbayerischer Entwicklungsroman
28,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Bayern im Buch-Rezension
Ein „braver Bub“ aus Landshut wird in den 50er Jahren langsam erwachsen.
Der Ich-Erzähler Tobias geht als „Teenager“ Ende der 50er Jahre auf die Oberrealschule in Landshut, er ist das, was man gemeinhin einen „braven Buben“ nennt, er stammt aus einem erzkonservativen Elternhaus und ist selbst in der katholischen Jugend, im Bund ND, aktiv. Im März 1958 lernt er den zwei Jahre älteren Nandy kennen, einen sog. „Halbstarken“ und Schrecken der oft noch naziverhafteten Lehrer. Die beiden freunden sich an und unternehmen schließlich mit Joe, einem in Landshut stationierten GI, eine „abenteuerliche“ Wallfahrt nach Tuntenhausen. - Dem inzwischen 84-jährigen Hochschullehrer Gerhard Neuner ist mit diesem Buch ein ebenso gelungener wie amüsant zu lesender, sicher autobiografisch angelehnter Entwicklungsroman gelungen, der in manchen absurd wirkenden Episoden sogar an das Kultbuch „Tschick“ erinnert, nur dass die Hauptperson nicht in Brandenburg, sondern im konservativbiederen Niederbayern allmählich erwachsen werden muss. Dabei hilft ihm Nandy, hinter dessen rauher und aufsässiger Schale ein ausgesprochen sensibler und intelligenter Kern steckt. - Das tolle Buch, das man sich auch gut als Schullektüre vorstellen kann, hätte eine starke Verbreitung verdient, nur erschweren die in breitem Dialekt geschriebenen Dialoge dem des Altbairischen Unkundigen das Verständnis mehr als zumutbar. Das sollte für Büchereien aber kein Einstellungshindernis sein – eher das Gegenteil!
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Landshut, Ende der 50er Jahre. Drei Freunde: der Nandy, ein ,Halbstarker' und Gerechtigkeitsfanatiker, der sich unerschrocken mit den Lehrern anlegt; der Joe, ein freundlich-naiver amerikanischer GI, und der Erzähler, ein unauffälliger Teenager, der sich in jeder Hinsicht für ,mittelmäßig' hält. Nach einer Demonstration gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr kommt es zu einer Annäherung zwischen dem Nandy und dem Ich-Erzähler, die sich zu einer Freundschaft entwickelt.Weil der Joe eine Votivtafel zur Weißen Madonna in Tuntenhausen bringen soll, unternehmen die drei mit ihren klapprigen Motorrädern eine ,Wallfahrt', die sich turbulent entwickelt.Es wird im Verlauf des Romans deutlich, dass in der ,harten Schale' des Nandy ein nachdenklicher und belesener Bursche steckt. Der Umgang mit ihm bewirkt beim Ich-Erzähler eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Umwelt, und es gelingt ihm nach und nach, sich von seinen Minderwertigkeitskomplexen und der Angepasstheit an das niederbayerisch-katholisch-konservative "Miljöh" der damaligen Zeit zu lösen.

Produktsicherheit

Hersteller: Iudicium Verlag GmbH
Anschrift: Dauthendeystr. 2
DE-81377 München
Kontakt: info@iudicium.de

Personeninformation

Gerhard Neuner, geb. 1941; nach Philologiestudium mehrere Jahre Lektor für deutsche Sprache (GB) und Assistenzprofessor für deutsche Literatur (USA); 1975 bis 1984 Professor für Anglistik/Didaktik, 1984 bis 2005 für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Kassel.
Mehr von Neuner, Gerhard

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.