Nenn keine Namen

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Buchprofile - Rezension
Beeindruckender Jugendroman über jugendliche Widerstandskämpfer:innen in den Niederlanden während der deutschen Besatzung.
Die Niederlande wurden Mitte Mai 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Zunächst bemühten sich die deutschen Besatzer um ein gutes Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung, doch 1941 begannen Razzien zum Aufspüren untergetauchter Juden und es dauerte nicht lange, bis alle Juden systematisch deportiert wurden. Astrid Sy erzählt in ihrem berührenden Roman von jungen Menschen, die im Widerstand arbeiteten und versuchten, jüdische Kinder vor der Deportation zu retten und in niederländischen Pflegefamilien unterzubringen. In der Kinderkrippe gegenüber der Hollandsche Schowbourg in Amsterdam wurden jüdische Kinder betreut. Die Leiterin der Krippe sowie einige Eingeweihte versteckten möglichst viele dieser Kinder und schmuggelten sie heraus, bevor sie von den Nazis abgeholt werden konnten. Eine andere Gruppe kümmerte sich um den Transport und die Unterbringung der Kinder. Sie arbeiteten unter der ständigen Gefahr entdeckt zu werden und in permanenter Angst vor der Gestapo. Nicht alle überlebten. Einige Fotos, ein Glossar, ein Nachwort der Autorin über ihre Gespräche mit den Überlebenden und eine Namensliste ergänzen den aufwühlenden und empfehlenswerten Jugendroman.
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Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Extrablatt empfiehlt:

Amsterdam 1942: Studierende schmuggeln Kinder aus einem jüdischen Kinderheim, um diese vor drohenden Deportationen zu retten. Die Kinder kommen in Familien unter, dürfen weder Namen noch ihre jüdische Herkunft verraten. Die Journalistin Astrid Sy setzt mit ihrem Buch den Rettern und den Geretteten ein Denkmal. Sie erzählt schonungslos von Angst, aber auch von Hoffnung.

Artikelbeschreibung

Amsterdam 1942. Heimlich schmuggeln Rosie, Kaat und die anderen jüdische Kinder aus der Kinderkrippe, um sie vor der drohenden Deportation zu bewahren. Sie bringen sie zu Untertauchadressen im ganzen Land. Ihren wirklichen Namen dürfen die Kinder von nun an nicht mehr sagen. "Nenn keine Namen. Vergiss, wer du bist!", schärfen die jungen Leute ihnen ein. Die Arbeit im Widerstand ist anstrengend und gefährlich, doch es gibt kein Zurück.Eine Geschichte von Mut, Angst und Hoffnung, von Verzweiflung, Liebe, Freundschaft und Verrat. Der packende Roman der niederländischen Historikerin Astrid Sy, der auf wahren Begebenheiten beruht, geht unter die Haut.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Astrid Sy, geb. 1987, wuchs in Leiden auf. Sie studierte Geschichte in Amsterdam und arbeitete zunächst für die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, später für die Anne-Frank-Stiftung. Heute moderiert sie die Geschichtssendung "Andere Zeiten" im niederländischen Fernsehen und arbeitet für das neue Nationale Holocaust Museum in Amsterdam.

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