Gertrude grenzenlos

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Buchprofile - Rezension
Eine innige Mädchenfreundschaft in der DDR überwindet alle ideologischen Grenzen.
Die in der DDR aufgewachsene Autorin schreibt in ihrem Debütroman sehr authentisch und einfühlsam über eine innige Mädchenfreundschaft, die sich über alle ideologischen Grenzen hinweg bewährt. Gertrude ist neu in Inas Klasse. Ina, aus deren kindlicher Sicht erzählt wird, fühlt sich sofort zu der Neuen hingezogen. Sehr schnell wird aber klar, dass die Klassenlehrerin diese Freundschaft missbilligt. Ina durchschaut lange Zeit nicht, dafür ist sie zu jung, dass diese Ablehnung ideologisch begründet ist. Gertrudes Familie hat nämlich einen Ausreiseantrag gestellt, ihr Vater, ein kritischer Schriftsteller, hat Berufsverbot. Überdies sind sie praktizierende Christen. Ina versucht nun zunächst durch besonders linientreues Verhalten, die offene Aversion ihrer Lehrerin zu überwinden. Sie erreicht jedoch genau das Gegenteil. Und ihre Mutter verbietet ihr aus Sorge um die Zukunft ihrer Tochter den weiteren Umgang mit Gertrude. Da Ina trotz aller Widerstände an der Freundschaft festhält, gibt sich die Mutter geschlagen und es entsteht trotz aller ideologischen Differenzen eine Freundschaft zwischen beiden Familien, die allerdings ein Ende findet, als dem Ausreiseantrag stattgegeben wird. - Die in der DDR aufgewachsene Autorin bekennt offen, dass sie selbst gerne so mutig gewesen wäre wie ihre Protagonistin. Positiv zu erwähnen ist auch der Anhang, in dem ausführlich, aber auf kindgerechte Art die Geschichte der DDR erzählt wird. In jeder Hinsicht empfehlenswert!
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Buchclub „Bücher & Kekse“ empfiehlt:
Das Buch hat mich sehr beeindruckt, da sich hinter dieser erfundenen Kindergeschichte auch eine wahre, traurige Geschichte verbergen könnte. Die Geschichte spielt in der DDR und ich finde sie sehr schön. Die Hauptperson ist Ina, sie lebt in der DDR und ist ein ganz normales, braves Mädchen. Bis Gertrude in ihre Klasse kommt, denn sie ist anders als die anderen. Sie ist nicht so brav und langweilig, ihre blauen Augen strahlen mit ihr um die Wette und sie liebt Gedichte. So kommt es, dass die beiden sich anfreunden, doch ihre Freundschaft kommt fast nirgendwo gut an, denn Gertrudes Familie hat ein Geheimnis: Sie will aus der DDR ausreisen, in den Westen…Ich empfehle das Buch für Mädchen und Jungs ab 10 Jahre.(Natalie, 12 Jahre)
Buchclub „Bücher & Kekse“ , unser Leseclub für Kinder und Jugendliche

Artikelbeschreibung

Who names their child Gertrude?! Gertrude is the new kid in Ina's class and she's different from all the other girls that Ina knows. She's got Western clothes, a smile that'll bowl you over, and the bluest eyes you've ever seen. But Gertrude is also different because her father is a poet and her family has applied for an exit visa. In the DDR of the late 70s, this meant they were enemies of the state. Not only is the school against their friendship, but Ina's mother is up in arms. Things go off the rails. What to do when you've found the friend of a lifetime but everything's so complicated? Ina and Gertrude forge a plan they call "Commando Rose" to protect their friendship against all odds

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Personeninformation

Judith Burger ist 1972 in Halberstadt geboren und lebt seit fast dreißig Jahren in Leipzig. Sie studierte Kultur- und Theaterwissenschaften arbeitet heute für MDR Kultur. Ihre Kinderromane Gertrude grenzenlos und Roberta verliebt wurden von Presse und Lesern begeistert aufgenommen. 2019 erhielt sie für Gertrude grenzenlos den Gustav-Heinemann-Friedenspreis.www.judith-burger.de Ulrike Möltgen, geb. 1973 in Wuppertal, hat in ihrer Heimatstadt Kommunikationsdesign studiert und bei Wolf Erlbruch ihr Diplom gemacht. Inzwischen sind von ihr über 50 Bilderbücher erschienen, die mehrfach ausgezeichnet wurden.
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