Jitzchak Rabin

Band 4
Als Frieden noch möglich schien. Eine Biographie
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Buchprofile - Rezension
Biografie des israelischen Generalstabschefs und Politikers Jitzchak Rabin, der in den 90er Jahren großen Anteil am Friedensprozess im Nahen Osten hatte.
Als Generalstabschef der israelischen Armee war Jitzchak Rabin verantwortlich für die Geländegewinne im Sechstagekrieg 1967, in dem Israel die Sinaihalbinsel, den Gazastreifen, die Golanhöhen und das Westjordanland besetzte. Über den Zwischenschritt des für Israel wichtigen Botschafterpostens in den USA Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre ging Rabin für die Arbeitspartei in die Politik. Im Kabinett von Golda Meir wurde Rabin Arbeitsminister; infolge des Jom-Kippur-Kriegs (1973), der für Israel nur glimpflich ausgegangen war, wurde das Ministerpräsidentenamt in einem parteiinternen Machtkampf zwischen Peres und Rabin an Rabin übertragen. Bis zu Rabins gewaltsamen Tod sollte eine gewisse Rivalität zwischen Rabin und Peres bestehen bleiben. Trotzdem bahnten sie gemeinsam den Weg zu einem Friedensvertrag zwischen Israel und den Palästinensern (im Vertrag von Oslo). Die Autonomie, die den Palästinensern im Vertrag Oslo-II gewährt wurde, sowie die Aussicht, dass die von Rabin geführte Regierung die von den Siedlern beanspruchten Gebiete auf den Golanhöhen wie auch das Westjordanland im Wechsel für Frieden aufgeben könnte, polarisierte die israelische Gesellschaft. Eine israelische Regierung, die das Land abtrete, könne nicht legitim sein. Dies war eine weitverbreitete Ansicht in konservativen Siedlerkreisen. Der Hass, der vor allem auf Rabin geschürt wurde, führte zu dem politisch motivierten Mord an ihm. Ab mittleren Beständen empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Die erste große Biographie über den Hoffnungsträger des Nahen Ostens.Bald ein Vierteljahrhundert liegt das Attentat auf dem Platz der Könige in Tel Aviv (heute Jitzchak-Rabin-Platz) zurück, das den Anfang vom Ende des hoffnungsvoll begonnenen Friedensprozesses im Nahen Osten bedeutete. Das Opfer, Jitzchak Rabin, hatte eine der Hauptrollen in diesem Prozess gespielt und wurde dafür 1994 gemeinsam mit Schimon Peres und Jassir Arafat mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bezahlt hat er dafür mit seinem Leben, ermordet von einem jüdisch-israelischen Rechtsextremisten. Rabins Rolle als Friedenskämpfer ist seither vakant geblieben, die Fronten haben sich beständig verhärtet und radikale Haltungen befeuern sich gegenseitig - auf beiden Seiten.Doch Rabins Leben und Wirken steht in der Geschichte Israels für weit mehr als die Oslo-Prozesse: Als Untergrundkämpfer in der vorstaatlichen Zeit, ranghoher Militär in der israelischen Armee, im diplomatischen Dienst sowie als Verteidigungsminister und zweifacher Ministerpräsident war er in allen Phasen des jungen Staates maßgeblicher Akteur.Itamar Rabinovich war in den 1990er Jahren einer von Rabins engen politischen Weggefährten - sein Botschafter in Washington und Chefunterhändler in den schwierigen Gesprächen mit Syrien. Als Insider gelingt es Rabinovich, dem Leser sowohl den Staatsmann näherzubringen als auch dessen mitunter sehr unkonventionelle Persönlichkeit.

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Pressestimmen

»Diese Biografie erweist sich als Schlüssel zum besseren Verständnis von Israels Politik heute.« (Alexandra Föderl-Schmid, Süddeutsche Zeitung, 02.03.2020) »Eine lesenswerte und präzise Biographie (...). Ein wertvolles Buch.« (Jochen Stahnke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2019) »eine politische Biografie im besten Sinne des Wortes.« (Jakob Hessing, Der Tagesspiegel, 19.06.2019) »Dieser persönliche Zugang ist eine der Stärken dieses Buches. (...) Der Autor zeichnet ein Bild von Rabin, ohne ihn zu verklären.« (Ina Rottscheidt, Deutschlandfunk Andruck, 24.06.2019) »Diese Biographie ist ein Geschichtsbuch. Sie verdeutlicht, was einen großen Staatsmann auszeichnet, wie Israel funktioniert und wie Politik gemacht wird.« (Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur, 06.05.2019) eine »sehr lesenswerte Rabin-Biografie (...). Weil sie den Politiker und Soldaten als Persönlichkeit würdigt, ohne ihn als Heiligen zu verklären.« (Christian Böhme, Der Tagesspiegel, 04.06.2019) »Rabinovichs Biographie zeigt eindrücklich: Rabins Vermächtnis ist aktueller denn je.« (Hanno Hauenstein, Die Tageszeitung, 29./30.06.2019) »Die beachtenswerte Biographie eines beeindruckenden Lebens.« (Armin Pfahl-Traughber, haGalil.com, 31.07.2019)
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