Serotonin

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Buchprofile - Rezension
Florent-Claude Labrouste ist seines Lebens überdrüssig und flieht aus seinem alten Leben.
Houellebecq schildert die Welt aus der Ich-Perspektive des Mittvierzigers Florent-Claude Labrouste. Dieser ist Berater im französischen Landwirtschaftsministerium und seines Lebens überdrüssig. Er kündigt seine gut bezahlte Stellung im Ministerium, gibt seine Wohnung auf und verlässt seine Freundin, ohne sie über seine Beweggründe und seinen zukünftigen Aufenthaltsort zu informieren. Er quartiert sich in einem Hotelzimmer ein und kümmert sich um nichts mehr. Von einem Arzt lässt er sich ein Antidepressivum verschreiben, das über eine erhöhte Ausschüttung des Hormons Serotonin wirkt. Als Nebenwirkung leidet Labrouste unter Impotenz und Libidoverlust. In dieser Phase erinnert er sich an seine früheren Lebensgefährtinnen und nimmt Kontakt zu ihnen auf. Außerdem reist er in die Normandie, um einen Freund aus Studienzeiten zu besuchen. Der Freund ist Landwirt, kann aber wie viele andere von seinem Hof nicht mehr leben, und organisiert Proteste. - Houellebecq provoziert, wie in seinen vorherigen Romanen und beschreibt ausdrücklich Sex mit Tieren, Gruppensex und Pädophilie. Frauen kommen nur als "Schlampen" oder "Nutten" vor und werden auf ihre Körperteile reduziert. Die Probleme der Milchwirtschaft in der Normandie in Zeiten der Globalisierung werden ausführlich beschrieben, was aber auch nicht besonders interessant ist. Wenn keine ausdrückliche Nachfrage besteht, verzichtbar. (Übers.: Stephan Kleiner)
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Artikelbeschreibung

Als der 46-jährige Protagonist von SEROTONIN, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden ¿ eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er in SEROTONIN den Kampf und den drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.

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