On Stage. Opernbilder

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Bayern im Buch-Rezension
Gut drei Jahrzehnte Münchner Opern-Fotografie.
Wie oft mag Wilfried Hösl auf den Auslöser seiner glückvollen Kamera gedrückt haben, um jeweils das Optimum einer Opernszene oder eines Sänger-Porträts einzufangen? Der opulente Fotoband mit von Hösl selbst ausgewählten und dramaturgisch sinnvoll gereihten Werken seiner großen Münchner Zeit von 1993 bis 2024 gibt auf diese Frage keine Antwort. Ob das Drama einer Oper von Monteverdi bis Riemann, einer Staatsballett-Aufführung oder ein entscheidender Moment im Künstlerleben einer Sänger-Persönlichkeit, eines Dirigenten, Regisseurs oder Intendanten (leider ohne den, der Hösl vom Bayerischen Staatsschauspiel ans Nationaltheater holte: Sir Peter Jonas) – der Meister aus der Oberpfalz, Jahrgang 1957 schrieb fotografisch bayerische Theatergeschichte. Das seltsamerweise englisch betitelte Buch dokumentiert die dem verdienstvollen Wilfried Hösl vom Verein der "Freunde des Nationaltheaters in München" gewidmete Ausstellung "Bühnenwelt – Weltbühne", die im Sommer 2025 endet. Nicht mehr aktuell, doch aufschlussreich: das S. 9-15 abgedruckte, vor 20 Jahren von der damaligen Staatsopern-Chefdramaturgin Hella Bartnig mit Hösl geführte Gespräch zum Thema "Magie des Bildes". Das an rezente bemerkenswerte Inszenierungen der Bayerischen Staatsoper mit dem Schwerpunkt "modern" und die sie prägenden Künstlerpersönlichkeiten erinnernde Buch möge viele Opernfans erreichen.
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Artikelbeschreibung

"Die Fotografie ist Zeuge jenes komplexen Moments, der Theater ausmacht." So umschreibt Wilfried Hösl (geb. 1957), seit 1993 Theaterfotograf der Bayerischen Staatsoper, seine langjährige Tätigkeit, die er mit Leidenschaft, Talent und brillanten Ergebnissen ausgeübt hat - und am Ende dieser Spielzeit beendet. Begonnen hatte er in der legendären Ära von Peter Jonas als Intendant und Zubin Mehta als Generalmusikdirektor, zu deren Abschied 2006 sein erstes Schirmer/Mosel-Buch erschien: "Wenn Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter ..." (Shakespeare, Was ihr wollt). Unter den Nachfolgern Kent Nagano, Nikolaus Bachler und derzeit Serge Dorny verfolgte Hösl die ästhetische Weiterentwicklung der Staatsoper, die seine Bilder selbst mitgeprägt haben.Die Freunde des Nationaltheaters organisieren ihm zu Ehren eine Retrospektive mit einer Auswahl aus dem gesamten Spektrum seines fotografischen Schaffens. Und wir feiern Wilfried Hösl mit einem zweiten Schirmer/Mosel-Buch, das neben Bildern von Operninszenierungen und Ballett auch Portraits und Probenaufnahmen enthält. Mit einem Gespräch zwischen Hella Bartnig und Wilfried Hösl.

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Hersteller: Schirmer/Mosel
Anschrift: Cuvilliésstr. 14a
DE-81679 München
Kontakt: mail@schirmer-mosel.de

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