Zwischen TikTok und Therapie

Wie Jugendliche und junge Erwachsene psychische Krisen überwinden | Mit vielen Beispielen aus der Praxis und Expert:innen-Tipps für Eltern
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Buchprofile - Rezension
Psychische Erkrankungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – Ursachen und Wege durch die Krankheit hindurch.
Angst- und Essstörungen, Abhängigkeit von Drogen, Gaming oder sozialen Medien oder auch Depressionen – die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen steigt kontinuierlich an. Eltern stehen oft hilflos daneben. Wo liegen die Ursachen? Warum können Kinder nicht genügend mentale Stärke entwickeln, um gesund zu bleiben? Diesen Fragen widmet sich der erste Teil des Buches: Ein stabiles Familiengefüge, das sichere Bindungen ermöglicht, gilt als Basis. Kinderhirne entwickeln sich spielend und nicht an digitalen Medien. Gute, persönliche Beziehungen sind die Basis für Resilienz. Im zweiten Teil stellt die Autorin anhand von Fallbeispielen verschiedene Krankheitsbilder vor und skizziert die Wege der Jugendlichen in die Erkrankung, aber auch häufig den Weg wieder heraus und den Umgang damit. Teil 3 wendet sich dann an Eltern und Bezugspersonen und erläutert, was diese von Geburt an, aber insbesondere in der Krise tun können: Halt geben, wertungsfrei aber die eigenen Grenzen wahrend. Der Epilog berührt besonders: "Einer reicht", denn allen hier skizzierten Fallbeispielen, die den Weg aus der Krise geschafft haben, ist gemeinsam, dass sie eine feste Bezugsperson hatten, die ihnen Halt und Orientierung gegeben hat. Und so soll dieses Buch dann auch die Lesenden ermutigen, zu solchen Wegbegleitern zu werden. Ein Glossar, in dem die Krankheitsbilder kurz erläutert werden, rundet das Buch ab. – Ein sehr fundiertes Buch, das durch die zahlreichen Fallbeispiele und die allgemeinverständliche Sprache für eine breite Leserschaft Zugang zu diesem wichtigen Thema gibt. Für Eltern ein guter Ratgeber, für alle anderen eine Ermutigung, zum Wegbegleiter zu werden.
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Artikelbeschreibung

Wenige Themen sind so tabuisiert, wie die psychische Krankheit des eigenen Kindes. Dabei haben psychische Erkrankungen bei Jugendlichen rasant zugenommen: Depressionen, ADHS, Gaming, Handysucht, Zwangserkrankungen ... 

Die häufigsten psychischen Störungen, Lösungsansätze von Expertinnen und Experten sowie die Sicht der Jugendlichen selbst

Viel wird über diese jungen Menschen gesprochen, selten mit ihnen. Ulrike Bartholomäus hat über anderthalb Jahre 25 von ihnen begleitet, die sie tief in ihr Inneres haben blicken lassen. Sie hat intensive Gespräche mit ihren Ärzten, Therapeuten und Eltern geführt. Entstanden ist ein einfühlsames und vielschichtiges Porträt von Menschen, die erzählen, wie sie ihre Krise überwunden haben - und was sie stark gemacht hat. 

Hochaktuelles Thema, das viele Familien umtreibt

Bei Eltern herrscht Verunsicherung darüber, was an Verhaltensauffälligkeiten normal ist und was therapiebedürftig. Der Leidensdruck ist hoch. Das Buch gibt Aufschluss, indem es aus der Praxis erzählt. 

Mädchen, die sich weghungern, Jungs mit ADHS, die ganze Nächte durchgamen, am Wochenende ihr Zimmer nicht verlassen und Schule oder das Studium nach dem Motto angehen: Dabei sein ist alles. Oder jugendliche Dauerkiffer, die in Depressionen versinken und die Eltern sich fragen, ob ihr Nachwuchs die Panikattacken mit Kiffen bekämpft oder die Joints die psychischen Probleme erst ausgelöst haben. - Ein tiefer Blick in den ganz normalen Wahnsinn unserer Familien und wie wir ihm begegnen können.

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Personeninformation

Ulrike Bartholomäus, geboren 1965, arbeitet als Wissenschaftsjournalistin und schreibt über die Themen Medizin, Politik und Kommunikation. Als freie Autorin ist sie für verschiedene Medien tätig; lange hat sie für Focus im Ressort Wissen sowie im Hauptstadtbüro in Berlin gearbeitet. Darüber hinaus bietet sie Coachings für Eltern an. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Im Berlin Verlag erschien ihr Bestseller Wozu nach den Sternen greifen, wenn man auch chillen kann? Die große Orientierungslosigkeit nach der Schule. 

Pressestimmen

»Eine Essstörung sei der verzweifelte Versuch junger Frauen, Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, sagt Wissenschaftsjournalistin Ulrike Bartholomäus. Gerade ist ihr Buch 'Zwischen TikTok und Therapie' erschienen.« Kathrin Walther Nürnberger Nachrichten 20260627
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