Hier kommen wir nicht lebend raus

Storys | Autorin von »Der Report der Magd«
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Buchprofile - Rezension
Ängste, Verlust, Trauerverarbeitung und Erinnerungen, die ein Weiterleben ermöglichen.
In fünfzehn kurzen Geschichten setzt sich die fiktive Erzählerin Nell mit Alter, Krankheit und Tod im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, der Frühgeschichte ("Tod durch Muschelschalen") oder in einem von einem außerirdischen Wesen erzählten Märchen ("Ungeduldige Griseldis") auseinander. Der erste und dritte Teil des Buches umrahmen mit Erinnerungen an Begebenheiten aus Nells Ehe mit Tig und nach dessen Tod eine Reihe Stories, die nicht mit ihrem Ehemann in Zusammenhang stehen. Neben der thematischen Schwere der Veränderung allen Lebens hin zur Vergänglichkeit lässt Atwood die Leser:innen doch nicht der Schwermut anheimfallen, da oftmals eine gehörige Portion Humor (z.B. "Morte de Smudgie"), Wort- und Sprachwitz (z.B. "Zwei verbrannte Männer", "Abgehoben: Ein Symposium", "Witwen") und Situationskomik ("Interview mit einem Toten") das Erzählte entschärfen. Atwood zeigt sich hier erneut als brillante Beobachterin, Erzählerin und Lyrikerin. Durch Thema und Plotauswahl anspruchsvoller, aber sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

»Funkelnd vor Lebendigkeit« Sunday Times

Fünfzehn neue Geschichten von Margaret Atwood

Atwood-Leser:innen wissen es schon lange: Eine der großen Stärken ihrer Lieblingsautorin ist die kurze Form. 

Neben zwei umwerfenden Storysequenzen aus dem Leben eines Paares - mit all den großen und kleinen Momenten, aus denen eine lange Liebe besteht - enthält dieser Band viele weitere Geschichten: Zwei beste Freundinnen streiten über die gemeinsame Vergangenheit; wie rettet man jemand vor dem Ersticken; Kabbale und Liebe unter älteren Akademikerinnen; woher weiß man schon, ob die eigene Mutter wirklich eine Hexe ist ... Es geht um geliebte Katzen, eine verwirrte Schnecke, ein märchenerzählendes Alien, Martha Gellhorn, George Orwell und Hypatia von Alexandria. 

Wunderbar humorvoll beschrieben geht es um all die großen und kleinen Momente, die eine so lange Liebe ausmachen und damit auch um Abschied und Trauer.

»Margaret Atwood kann einfach alles!« Ann Patchett

»Diese, ihrem verstorbenen Lebensgefährten gewidmeten Reflexionen über Ehe, Sterblichkeit und vielarmige Außerirdische beweisen einmal mehr Atwood Meisterschaft in der kurzen Form.« The Guardian

»Das ist Atwood. Das ist unsere viergesichtige Janus-Göttin - ein Gesicht ist der Vergangenheit zugewandt, eines der Gegenwart, eines der Zukunft und das vierte ist in einem Raumschiff und erzählt Geschichten über Pferde als Zwischenmahlzeit. Lang möge sie regieren! « The New York Times

»Es gibt keine größere lebende Autor:in!« Daily Telegraph

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Personeninformation

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde für inzwischen mehrere Generationen zum Kultbuch. Zudem stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto. 

Monika Baark, 1968 in Tel Aviv geboren, studierte Anglistik und Kunstgeschichte. Sie lebt in Berlin und übersetzt u.a. Margaret Atwood, Vendela Vida, Jeanette Winterson, Amity Gaige und Miriam Toews.

Pressestimmen

»In einigen dieser Geschichten zeigt sich der schwarzmagische Touch der Autorin, in anderen pulsiert ihre Belesenheit und ihr sicherer Zugriff auf Formen der Romantik, des Viktorianischen Zeitalters und der frühen Moderne.« Tanya Lieske Deutschlandfunk Kultur - Lesart 20240904
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