Rauchschwalben

Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Eine einfühlsame Geschichte über Herkunft und neue Heimat in Bayern der Nachkriegsjahre.
Bayerische Rhön in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Es ist eine Region im Umbruch, in der neben traumatisierten Kriegsheimkehrern auch die durch die Rote Armee aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Vertriebenen, Evakuierten und Geflüchteten neue Heimat suchen. So auch der aus Schlesien stammende Karl Kaluza, der sich in Bad Neustadt bei dem alten Bauern Schmidt verdingt. Wohlgelitten sind er und die anderen "Polacken" unter den Einheimischen nicht. Karl wird bei der schweren Arbeit auf dem Bauernhof angetrieben von dem unbedingten Wunsch, anzukommen, heimisch zu werden, sich eine Zukunft aufzubauen. Am liebsten mit Anna Heller, in die er sich verliebt hat, das Dienstmädchen bei der wohlhabenden Metzgermeisterin Wolf. Anna, von Klein auf als "Rotzbankert" verspottet und von ihrem Stiefvater, dem herzlosen Seilermeister August Heller, nicht selten grundlos verprügelt, ist ihrem Heimatmilieu ebenfalls fremd. Wissbegierig und im Zeichnen begabt, hat sie es schwer in einem Umfeld, in dem nur traditionelles Handwerk oder Landbesitz zählen. Kunst dagegen gilt lediglich als nutzloser Zeitvertrieb - eine ernsthafte berufliche Option ist das Malen nicht, schon gar nicht für Frauen. Entlang der zärtlichen Liebesgeschichte zwischen Anna und Karl, in der sich Emotionen und Pflichtbewusstsein, Emanzipation und Tradition gegenüberstehen, bringt Corina Kölln auch subtile Sozialkritik an - sei es die Hartnäckigkeit patriarchaler Strukturen, die die Gewalt gegen Frauen in Familien normalisieren, die Fremdenfeindlichkeit oder die Langlebigkeit der rassistischen Ideologien. Auch wenn so manche Szene holzschnittartig ausfällt - das auf örtlichen Recherchen beruhende, schmale Buch mit viel Zeit- und Lokalkolorit findet sicher seine Leserschaft, die gleichermaßen an bayerischer Regionalgeschichte und an universellen Themen interessiert ist.
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Artikelbeschreibung

Was bleibt, wenn nichts mehr ist, wie es war? Ein Roman über Liebe, Heimat, Flucht, Krieg, Mut, Träume und Neuanfänge in einem Land, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg selbst neu erfinden muss.»Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber vielleicht ein wenig Frühling«Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Der schlesische Flüchtling Karl und die junge Anna streben nach einem selbstbestimmten Leben, in dem ihre Träume Platz finden können. Anna möchte Malerin werden und Karl einen eigenen Hof mit Pferden führen. In der Bayerischen Rhön kreuzen sich ihre Wege und sie verlieben sich. Doch das hat folgenschwere Konsequenzen, denn Karls Vergangenheit holt ihn ein und verändert mit einem Schlag alles.

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