Viktor

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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Die junge holländische Studentin Geertje ist Jüdin, aber in ihrer Familie wird weder der Glaube gelebt noch über die Vergangenheit gesprochen. Bei der Erforschung ihrer Familiengeschichte und auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität stößt sie immer wieder auf den Namen „Viktor“. Ihr Urgroßonkel war das schwarze Schaf, der seiner Familie nichts recht machen konnte und über dessen Eskapaden viele Anekdoten im Umlauf sind.  Genau dieser Viktor wird zu Geertjes Lieblingsstudienobjekt und zur zentralen Figur dieses herausragenden Familienromans, der seinen Ursprung im Wien der 1920er Jahre hat und in den Niederlanden endet. Diese Lesereise über 100 bewegte, schicksalhafte Jahre wird von Judith Fanto bewegend, oft ergreifend, mit feinem Humor und manchmal böser Ironie erzählt. Die eigene Familiengeschichte und ihre Suche nach den vergrabenen jüdischen Wurzeln standen Pate für ihren Debütroman. Die Figur des Viktor Rosenbaum, der so ganz anders war, als die tradierten Überlieferungen ihn beschreiben, wird zu einer Romanfigur, die mir unweigerlich ans Herz gewachsen ist und deretwegen ich dieses Buch ganz besonders empfehlen.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Wien, 1914. Der junge Viktor entwickelt sich zielstrebig zum schwarzen Schaf seiner wohlhabenden jüdischen Familie. Nimwegen, 1994. Die Studentin Geertje hat es satt, dass sich ihre Familie noch immer für ihr Judentum schämt. Auf der Suche nach ihrer eigenen Identität will sie die Mauer des Schweigens endlich durchbrechen. Denn das Schicksal ihrer Familie ist allgegenwärtig - auch das von Viktor.

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Personeninformation

Judith Fanto, geboren 1969, ist Juristin im Bereich Medizinrecht und Mutter von drei Kindern. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit setzt sie sich als Gründerin mehrerer Stiftungen für kulturelle Aktivitäten und Bildungsangebote vor allem für jüdische Mitmenschen sowie für Kinder mit psychiatrischen Problemen ein. Ihr Debütroman 'Viktor' erzählt vom Schicksal ihrer Familie und avancierte schon nach wenigen Wochen zum Bestseller. Eva Schweikart absolvierte eine Übersetzerausbildung und arbeitete zunächst etliche Jahre im Lektorat eines Verlages, bevor sie sich 1997 als Literaturübersetzerin aus dem Niederländischen und Englischen selbstständig machte. Seither hat sie über 100 Bücher aus den Bereichen Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbuch übersetzt. 2010 war sie mit 'Chatroom-Falle' (Loewe-Verlag) zum Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, für ihre Übersetzung von 'Emilia und der Junge aus dem Meer' (Thienemann Verlag) erhielt sie 2019 den Christoph Martin Wieland-Übersetzerpreis. Eva Schweikart lebt in Hannover.
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