Die Schreiberin

Historischer Roman
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Buchprofile - Rezension
Eine Frau versucht sich im 15. Jh. in einer Männerdomäne zu behaupten.
Clara und Barthel sind die Zwillingskinder des Notars Hätzlein in Augsburg, der Vater unterrichtet sie beide im Lesen und Schreiben, der Sohn soll einmal die Nachfolge des Vaters antreten. Als die beiden 15 werden, muss Barthel zur weiteren Ausbildung zu einem Notar in einer anderen Stadt. Und Clara schwärmt schon länger für einen jungen Mann, Johann, der eigentlich unerreichbar für sie ist, zumal auch verheiratet. Aber nach ein paar Jahren kommen sie doch zusammen. Johann tut seine Ehe als eine Zwangsheirat ab. Das Liebesverhältnis wird von einem neidischen Verwandten Claras beobachtet, der sie erpresst. Sie fliehen nach Mainz, werden dort beide als Schreiber in das Unternehmen des Johannes Gensfleisch, der sich bald Gutenberg nennt, aufgenommen; sie geben sich als Eheleute aus. Aber Clara ist den Nachstellungen des Vorarbeiters Ruppel ausgesetzt, und mit ihrem Johann wird das Zusammenleben immer schwieriger. Gensfleisch ist drauf und dran, seine Erfindung, das Drucken, zur Reife zu bringen. Und er ist polternd, cholerisch, anmaßend, misstrauisch. Clara findet heraus, dass gerade der übergriffige Vorarbeiter für einen Unternehmer aus Straßburg spioniert. Sie wendet sich an Gutenberg, der anfangs nicht glauben mag, was diese Frau ihm da auftischt ... – Clara Hätzlein hat wirklich gelebt; von ihrem Leben ist aber nicht allzu viel bekannt. Die Autorin hat alle Lücken mit viel Recherche, Fantasie und Mutmaßungen gefüllt, und das ist recht gut gelungen. Das Leben v.a. in der Stadt Augsburg wird ausgiebig thematisiert. Die Zünfte, die Standesunterschiede, die aufstrebenden Fugger, die oft vergeblichen Anstrengungen der Frauen, sich ihre Rechte zu erkämpfen, nehmen viel Raum ein. Das Buch wird von geschichtsinteressierten Lesern bestimmt sehr gut angenommen.
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Artikelbeschreibung

Tinte, Feder, geheime Lettern - eine Frau schreibt Geschichte

Clara ist Schreiberin. Sie kann, was im Mittelalter kaum eine Frau und nur wenige Männer beherrschen - mit Feder und Tinte Worte festhalten. Und sie erkennt die Macht der Worte. Als sie sich in den verheirateten Buchmaler Johann verliebt, muss sie mit ihm aus der Fugger-Stadt Augsburg fliehen. In Mainz finden sie Arbeit in Johannes Gutenbergs Werkstatt. Gutenberg fürchtet Konkurrenten, die seine bahnbrechende Erfindung stehlen wollen. Denn der Buchdruck wird die Welt verändern. Als Clara einen Verräter entdeckt, gerät sie selbst in Gefahr. Wird Gutenberg ihr glauben? Kann sie auf Johann zählen? Clara muss einen Weg finden, ihre eigene Geschichte zu schreiben.

Clara Hätzlerin hat es wirklich gegeben. Birgit Herold erweckt ihr bemerkenswertes Schicksal zum Leben.

Das Buch bietet eine aufwendige Innengestaltung mit Vignetten der Originalhandschrift von Clara Hätzlerin.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Birgit Herold stammt aus Schwaben und studierte Sprachwissenschaften. Sie arbeitet als mehrsprachige Diplom-Übersetzerin. Für ihren ersten Roman - über die einzige historisch bekannte Lohnschreiberin in Deutschland - stellte sie jahrelange historische Recherchen an, auch in mittelalterlichen Quellen und an den Schauplätzen der Handlung. Sie lebt mit ihrem Mann im Saarland.

Pressestimmen

Birgit Herold schreibt nicht nur gut, sondern kann auch eindrucksvoll lesen und lebendig über die Entstehung des Buches erzählen. Dieter Sattler Frankfurter Neue Presse 20251103

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