Floßmeister und Flößerbräuche

Tradition und Geschichte an der Isar und Loisach
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Bayern im Buch-Rezension
Lesebuch über das Leben und die Traditionen der einst so wichtigen Flößer.
Die Flößer gehören zu einer Berufsgruppe, die heute weitgehend ausgestorben ist. Etwas bekannt sind sie uns lediglich durch sommerliche Vergnügungsfahrten auf der Isar und Loisach. Keine Vorstellungen haben wir aber von ihrer schweren und gefährlichen Arbeit an diesen und anderen bayerischen Flüssen. Die Autorin, eine langjährige Stadtführerin in München, hat sich mit diesem Thema über viele Jahre beschäftigt und ihre Forschungen in zahleichen Recherche- und Dokumentationsarbeiten veröffentlicht. So gab es bereits 1310 in München eine Floßordnung, um den dichten Verkehr auf der Isar zu ordnen. Die Münchner Floßmeister hatten auch das Privileg, Warentransporte isarabwärts zur Donau zu befördern, ein Unternehmen, das voller Gefahren war. Deshalb vertrauten sich die Flößer auch besonderen Heiligen an, von denen sie sich Schutz und Hilfe versprachen, so St. Nikolaus und Johannes Nepomuk, Georg und Korbinian. Ein beliebter Zufluchtsort war ihnen auch immer die ehrwürdige Wallfahrtskirche Maria Thalkirchen. Diese und viele andere unbekannte Episoden aus dem Leben der einst so wichtigen Flößer und ihren Traditionen hat die kundige Autorin in 65 Einzelbeiträgen aufgezeichnet und im Stil eines Lesebuches aneinandergereiht. Viele historische Bilder illustrieren und ergänzen die leicht lesbaren Texte des originellen Bandes, der das Interesse für einen heute vergessenen, historisch bedeutsamen Berufsstand weckt und einen wertvollen Beitrag zur bayerischen Heimatgeschichte leistet.
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Artikelbeschreibung

Welche Bedeutung die Flößerei im Laufe der Jahrhunderte für die Städte entlang der Isar hatte, zeigt nicht nur die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe. Auf dem Wasser transportierten jährlich über 10.000 Flöße Baumaterialien und andere Güter schnell und sicher in die aufstrebenden Städte. Bereits seit 1310 gab es eine Floßordnung für München, die mit Zunahme des Floßverkehrs mehrfach geändert wurde. Die Münchner Floßmeister erhielten das Monopol, Warentransporte isarabwärts zur Donau zu befördern. Auf gefährlichen Strecken vertrauten sie auf ihre Schutzpatrone St. Nikolaus und St. Johannes Nepomuk. Die Flößerei-Expertin und Brauchtumsforscherin Helga Lauterbach beleuchtet mit vielen erstmals veröffentlichten Dokumenten neue Aspekte von Flößerkultur, wie etwa die Rolle der Flößerfrauen und die Geschichte der Passagierfloßfahrten auf Isar und Loisach, die bis ins Mittelalter zurückreicht.

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